Das Alte Rathaus am Marktplatz wurde im Jahre 1556 und 1557 vom damaligen Bürgermeister "Hieronymus Lotter" unter Leitung des Ratsmaurermeisters "Sittich Pfretzschner" der Stadt Leipzig erbaut. Aufgrund der kurzen Bauzeit musste das Gebäude schon mehrmals saniert werden und bekam in den letzten Jahrhunderten mehrere Veränderungen. Das Rathaus besitzt somit heute einen barocken Turm mit der Seite zum Marktplatz, der dem Gebäude seine Niedrigkeit nimmt, ungewöhnlich ist das der Turm nicht in der Mitte sondern versetzt liegt, die er im goldenen Schnitt teilt. Unter dem Turm befindet sich ein Durchgang zum Naschmarkt und der Alten Handelsbörse. Dort stehen zwei Brunnen wie der "Badener Knabe" und das "Badende Mädchen" aus dem Jahr 1909. Sehenswert sind vor allem der große Festsaal, die Ratsstube, das Mendelssohnzimmer, das Landschaftszimmer des Spätbarock, der Rüst- und Kammerraum und die Schatzkammer sowie die Gefängniszellen. Das Alte Rathaus in der Leipziger Altstadt ist heute eines der letzten Renaissancebauwerke in Deutschland.

     

       

       

Um 1899 wurde auf den Grundmauern der ehemaligen Pleißenburg das Neue Rathaus im Stil des Eklektizismus erbaut. Seit 1905 ist es der neue Sitz der Leipziger Stadtverwaltung. Das Alte Rathaus wurde zum Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig. Um das Alte Rathaus herum hängt aus 220 Buchstaben die längste Inschrift der Welt: Nach Christi unseres Herrn Geburth im MNLVI. lahr Bey Regierung des durchlauchtigen Hochgeborenen Fürsten und Herrn - Herrn August Hertzogen zu Sachsen des H. Rom Reichs Ertzmaschall und Churfürsten Landgraff in Thüringen Marggrafen zu Meissen u. Burggrafen zu Magdeburg etc. ist indiser Stadt zu Beförderung Gemeines Nutzens. Dieses Haus in Monate Martio zu bauen angefangen und dasselbe des Ende im Novembris vollbracht - Dem Herrn Sey die Ehre denn wo der Herr die Stadt nicht baut so arbeiten um sonst die daran bauen wo der Herr die Stadt nicht bewachet so wachet der Wächter umsonst des Herrn Name Sey Gebendeyet Ewiglich Armen - Bey Churflott Georg II. Hochlöbl. Regierung Renov. MDCLXXII.