Das Untergrundmessehaus wurde zur Leipziger Frühjahrsmesse 1925 nach Plänen des Architekten Carl Crämer errichtet. Es befand sich unter dem Markt und bot 1800 m² Nutzfläche für 175 Aussteller an. Das Eingangsbauwerk wurde im art-déco mit Rochlitzer Porphyr des Leipziger Architekten Otto Droge gestaltet. Bereits 1919 bis 1924 fand auf dem Markt in einer Holzhalle Messen statt. Hier waren 2000 Händler untergebracht, die in den anderen Messehäusern keinen Platz mehr fanden. Sie war mobil und musste zu den Messen aufgebaut werden. Der Rat der Stadt Leipzig genehmigte dieses Provisorium aber nur bis zur Leipziger Herbstmesse 1924. 1986 bis 1988 fand eine Sanierung und Erweiterung des unterirdischen Messehauses statt. Bis 1996 erfolgten hier Messen. Danach wurde es von der Diskothek Markt 1 genutzt und während des Weihnachtsmarkts auch für die Modellbahnausstellung. Im Jahr 2005 begann der Abbruch des ehemaligen Untergrundmessehauses für den unteririschen
S-Bahnhof Leipzig Markt, der mit dem City-Tunnel verbunden ist und am 15. Dezember 2013 in Betrieb ging. Das Eingangsbau-werk wurde abgetragen, saniert und nach dem Bahnhofsbau wiederaufgebaut. Heute ist dieser Zugang zum City-Tunnel und zur S-Bahn. Nebenbei befinden sich auch öffentlichen Toiletten.

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