Das Neue Rathaus wurde in den Jahren 1899 bis 1905 nach Plänen des damaligen Stadtbaudirektors "Prof. Hugo Licht" gebaut, der Wettbewerb ging aus einer deutschlandweiten Ausschreibung hervor. Entstanden ist es auf den Grundmauern der Pleißenburg aus dem mittelalterlichen 13. Jahrhundert. Ein weiteres Rathaus wurde gebaut, weil das alte am Marktplatz nicht mehr den Anforderungen einer baulich expandierenden Großstadt entsprach. Am 07. Oktober 1905 wurde unter zahlreichen bekannten Leuten, darunter auch der Sächsische "König Friedrich August" feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Der damalige Oberbürgermeister "Bruno Tröndlin" lobte die Gestaltung des Neuen Rathauses die beachtet wurde. Am Bau des Rathauses wirkten viele Künstler wie "Fritz Schumacher, Georg Wrba und Carl Seffner" bei rund 600 Zimmern mit. Der über 114 Meter hohe Rathausturm, der auf dem Fundament des alten Pleißeburgturms steht, ist zum Wahrzeichen der Stadt geworden und ist somit der höchste Rathausturm der Welt. Der monumentale Bau aus weißen Kaltstein enthält in seiner Vielzahl plastischer Details, Skulpturen und Reliefs, die auf die Stadt und ihre Bewohner anspielen. Neben dem Leipziger Wappentier, der Löwe, der Stadtgöttin Lipsia und Figuren für Buchdruckkunst, Justiz, Wissenschaft, Musik und Handwerk. So wurden auch einige Tier- und Fabelwesen bildlich eingebracht. Das Neue Rathaus weist über eine Brücke zu einem Stadthaus hin, gebaut wurde es ebenfalls unter Leitung von Hugo Licht im Jahre 1908, da im Rathaus nicht alle Behörden Platz fanden.

       

       

       

       

Auf dem Burgplatz sind anhand von dunkelgrauen Pflastersteinen die ehemaligen Grundmauern der im Jahre 1897 abgerissenen Pleißenberg zuerkennen. Unter dem Platz befinden sich die Kasematten, die für Besucher zugänglich sind. Erst darunter erstreckt sich eine Tiefgarage.