Im 20. Jahrhundert wurde die Promenadenanlage im nordwestlichen Bereich vom Gartendirektor Hampel neugestaltet. Dabei war auch eine Treppe zum Matthäikirchhof geplant, welche den heutigen Goerdelerring mit der Großen Fleischergasse verband. Der Leipziger Künstler Max Klinger erhielt den Auftrag, diese Treppe und ein Denkmal zum 100. Geburtstag von Richard Wagner zu entwerfen. Die Treppenanlage im Jugendstil und der Sockel wurden fertig, jedoch blieb die 5 Meter hohe Statue vom Leipziger Komponisten Richard Wagner eine Vision, da Klinger im Jahre 1920 verstarb. Jedoch wurden Treppe und Sockel nie vereint. Der Denkmalsockel wurde im Klingerhain, damals Ritterwehr, aufgestellt. Unmittelbar davon befindet sich die Max-Klinger-Villa. Bis Ende der 1970er Jahre blieb die Treppenanlage erhalten, bis sie wegen dem Bau der Bezirksverwaltung Leipzig des Ministerium für Staatssicherheit (MfS) zurückgebaut wurde. Sie galt als verschollen, bis man Teile davon 1991 an einer Mülldeponie fand. Zwei Jahre später wurde sie in die Denkmalpflegerische Zielstellung der Promenadenanlage aufgenommen. Am 07. April 2010 wurde der Grundstein für die Max-Klinger-Treppe gelegt, am 08. Mai 2010 darauf wurde der 36 Tonnen schwere Sockel am frühen Morgen aufgestellt. Nun waren die Treppenanlage im Jugendstil und der Klinger-Sockel endlich vereint. Mit Verspätung wurde an einem kalten Freitagmittag, dem 26. November 2010, die historische Treppenanlage eingeweiht und den Leipziger Bürgern übergeben. Der Oberbürgermeister Burkhard Jung regte an, dieses Denkmal in seinem Zustand zu belassen und nicht die geplante Skulptur anzufertigen und auf diesen Sockel zustellen. Es soll ein unvollendetes Werk von Max Klinger bleiben. Die Treppe verbindet nun den nordwestlichen Promenadenring mit der Großen Fleischergasse und dem ehemaligen Gebäude des MfS.