Bis zum Frühjahr 2007 stand der alte Uni-Campus noch am Augustusplatz. Diese Bauten prägten 29 Jahre das Bild der Leipziger Universität. Schon Monate vorher zogen das Institut, die Hauptverwaltung, die Cafeteria und das Studentenradio "Mephisto" aus den Räumen. Der Campus stand leer. Ein Gebäude wurde jedoch stehen gelassen, das Seminargebäude an der Universitätsstraße. Davon wurde ein Teil des nördlichen Gebäudes abgerissen und knüpft heute an das neue Institutsgebäude an der Grimmaischen Straße an und ist über einer Brücke mit der neuen Mensa verbunden.

Am 30. Mai 2011 erinnerte man im Leibniz-Forum im neuen Campus der alma mater lipsiensis Universität Leipzig zum 43. Jahrestag der Sprengung der Universitätskirche St. Pauli am Augustusplatz. Zu Wort kamen Magnifizenz Prof. Dr. Beate A. Schücking und der 1. Universitätsprediger Prof. Dr. Rüdiger Lux. Begleitet wurde die Veranstaltung vom Leipziger Universitätschor unter Leitung vom Universitätsmusikdirektor David Timm. Gesungen wurden Werke von Johann Sebastian Bach: "Jesu, meine Freude", "Weg mit allen Schätzen" und "Weicht, ihr Trauergeister".

       

       

Frau Prof. Dr. Schücking sagte zur Begrüßung: "Das Gedenken an die frühere Universitätskirche ist uns wichtig. Wir wollen mit dieser Veranstaltung aufs Neue zeigen, dass wir als Universität Leipzig diesen barbarischen Akt der Zerstörung aus dem Jahre 1968 aufs Schärfste verurteilen. Nun entstehe, mit Blick auf die Geschichte, am Augustusplatz ein neues, wiederum markantes Bild der Universität Leipzig. Das einzigartige Bauensemble "Campus Augustusplatz" vereint die Stätten für Forschung und Lehre mit dem Paulinum, dem Kirche-Aula-Bau, der gleichzeitig das Gedenken an die Universitätskirche wach hält, und hoffentlich bald mit neuem geistigen und geistlichen Leben gefüllt wird".

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