Im Zweiten Weltkrieg wurde 1943 die 1837 errichtete "Große Tuchhalle" zerstört, die sich an der Großen Fleischergasse, am Brühl und an der Hainstraße befand. Danach wurde am Jägerhof ein Flachbau für den Einzelhandel errichtet, in dem auch der beliebte Schreib-warenladen Leipziger Allerlei sein Zuhause hatte. An der Spitze zum Richard-Wagner-Platz gab es einen runden Pavillon, unter anderem mit Textilwaren, der vermutlich 2007 abgerissen wurde. Der Flachbau hingegen 2012. Danach begannen die archäologischen Ausgrabungen. Dieses Areal gehört zur Keimzelle der Stadt Leipzig. Den hier – an via regia und via imperii – wurde im Jahre 1015 die "urbs libzi" erstmals urkundlich erwähnt. Deshalb wurde das Gelände sehr genau unter die Lupe genommen. Anschließend begannen die Tiefbauarbeiten für das neue Warenhaus "Hainspitze" mit 14.000 m² Verkaufsfläche. Den Fassadenwettbewerb gewann das Berliner Büro Ortel & Ortel. Das neue Gebäude umfasst sechs Stockwerke, davon fünf Stockwerke für den Einzelhandel und ein Stockwerk (Dachgeschoss) für Sozial- und Betriebsräume. Die großen Schaufenster laden zum Staunen und Einkaufen ein. Doch dann kam es zu einem Baustopp. Weiter ging es 2014 mit den Bauarbeiten, die 2016 abgeschlossen wurden. Bereits im Dezember 2015 eröffnete eine REWE CITY-Supermarkt im Untergeschoss. Im März 2016 folgte eine Vodafone-Shop und einen Monat später, am 07. April 2016, zugleich die Eröffnung der Hainspitze, das Textilkaufhaus PRIMARK, die Ankermieter sind. Im September 2016 eröffnete ein weiterer dm-Markt. Eine große Handelsfläche ist seit der Hauseröffnung frei. Als Grund nennt man von Insidern, keiner wolle in einem Haus mit PRIMARK sein, wegen ihrer Produktionsbedingungen im Ausland.

Die "Hainspitze" steht zwischen Große Fleischergasse, Brühl und Hainstraße, direkt am Richard-Wagner-Platz.

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