Das Wohn- und Geschäftshaus "Großer Blumenberg" wurde 1826 bis 1832 nach Abriss mehrerer Gebäude nach Entwürfen des Leipziger Stadtbaudirektors Albert Geutebrück errichtet. 1897 wurde das "Café Ziegler" eröffnet, das später in "Café am Alten Theater" umbenannt wurde. Bevor der Richard-Wagner-Platz 1913 seinen heutigen Namen bekam, hieß er Theaterplatz, da sich am Rand des Promenadenrings ein Theaterhaus befand, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Erstmals im Jahre 1591 wird der Hausname "Gastwirt zum Plumberg" erwähnt. 1767 wurde im Ratsbuch unterschieden zwischen den beiden Gasthöfen: Zum großen Blumenberg" und "Zum kleinen Blumenberg". Im Zweiten Weltkrieg wurde das Haus teilweise zerstört und 1961 bis 1964 erfolgte der Wiederaufbau. 1978 bis 1979 folgte eine Fassadenrekonstruktion. Zur Leipziger Buchmesse 1979 gab es den "Großen Blumenberg" als Motiv auf einer Sonderbriefmarke. 2014 bis 2015 gab es erneut eine umfassende Sanierung. Heute sind neben Büros und Gewerberäumen ein Cafe und ein Restaurant beheimatet. Im Fachwerkbau im Hof hat sich eine Wein-wirtschaft niedergelassen. Der Fachwerkbau ist in der Innenstadt der einzig erhaltene. Der Richard-Wagner-Verband e.V. und die Richard-Wagner-Stiftung haben hier ihren Sitz und planen eine Richard-Wagner-Erinnerungsstätte einzurichten. Rechts neben der Blechbüchse im Brühl befand sich das Geburtshaus von Richard Wagner, unweit vom Großen Blumenberg.

Der "Große Blumenberg" steht am Richard-Wagner-Platz, gegenüber dem Shoppingcenter Höfe am Brühl mit der Blechbüchse.

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