Das Wohnpalais "Altes Kloster" wurde als spätbarockes Bürgerhaus errichtet. Begonnen hat alles mit dem Beckschen Haus in den Jahren 1753 bis 1755, benannt nachdem Bauherren Gottlieb Beck. Der Zimmermeister Johann Leopold Müller und der Obermeister der Leipziger Maurerinnung waren mit dem Bau vertraut worden. Die Fassade spiegelt den Baustil des Rokoko wieder. Die Klostergasse weißt eine Krümmung auf, was in Gassen üblich ist, weshalb das Palais in der Gebäudemitte eine Krümmung besitzt. Der vierseitige Bau erhielt einen Innenhof, der über einen Hausdurchgang mit einer handgeschnitzten Eichentür mit Rokokoschnitzereien zugänglich ist. Im Erdgeschoss an der Klostergasse befanden sich drei Messegewölbe mit drei Schreibstuben. In den Räumen am Innenhof gab es Lagergewölbe und einen Pferdestall. Die drei Obergeschosse darüber boten Mietwohnungen an. Es erfolgten zwar Umbauten, doch hielten sich diese sehr in Grenzen, sodass viel vom Original erhalten geblieben ist. Das Wohnpalais wurde "Altes Kloster" genannt. In den 1920er Jahren eröffnete die Weinstube Altes Kloster. Im Nachbarhaus zog 1920 die Münchner Paulanerbrauerei mit einem Gasthof ein, die zugleich das Gebäude kauften. 1989 wurden die Klostergasse 3 und 5 vereint. 1992 wurde das Wohnpalais saniert und erhielt den Namen "Paulaner Palais".  2007 folgte dann die Eröffnung eines spanischen Cafés. In der Sommerzeit spielt im Innenhof ein Kabaretttheater.

Das "Paulaner Palais" befindet sich in der Klostergasse zwischen Barfußgässchen (Coffee-Baum, Zills Tunnel) und Thomaskirchhof. Schräg gegenüber steht die Marktgalerie mit Durchgang zum Markt und Altem Rathaus.

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