Heute sind die ehemaligen DDR-Gebäude wie der Stasi-Bau an der Großen Fleischergasse oder die Hinrichtungsstelle in der Arndtstraße bedeutende Wirkungsstätten zur Zeit der Deutschen Demokratischen Republik.

MINISTERIUM FÜR STAATSSICHERHEIT - Rund 40 Jahre hatte die Leipziger Bezirksverwaltung für Staatssicherheit ihren Sitz im gründerzeitlichen Gebäude am Dittrichring in der Innenstadt. In den Jahren 1911 bis 1913 wurde das Gebäude als Geschäftshaus für die "Alte Leipziger Feuerversicherung" gebaut. Nach ihr gab es mehrere Mieter wie du US-Armee nach der Befreiung der Stadt Leipzig zum Zweiten Weltkrieg und der sowjetische Geheimdienst NKWD (Abkürzung für das sowjetische Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten, 1934-1946). Im Jahre 1950 zog die Bezirksverwaltung für Staatssicherheit (BVfS/MfS), auch STASI genannt, in das Gebäude ein. Bis 1989 blieb es deren Sitz, danach wurde es im August 1990 zum Museum "Runde Ecke Leipzig" umgebaut. Auch war sie das Ziel der Montagsdemonstrationen von Leipzig. Am Montag, den 04. Dezember 1989, besetzten die Leipziger das Stasi-Gebäude. Am 01. Oktober 2008 besuchte der 1 Millionste Besucher das Museum im Schreckenshaus am Dittrichring.

       

       

MINISTERIUM FÜR STAATSSICHERHEIT II - Auf dem Gelände des ehemaligen Matthäikirchhofs wurde zu DDR-Zeiten ein Plattenbau-Komplex gebaut. Es war sogar geplant, zur besseren Abschottung eine Mauer um das Gebiet zubauen.

       

       

       

       

       

       

HINRICHTUNGSSTÄTTE - Schreckliche 11 Jahre gab es in Leipzig die Todesstrafe. Die Hinrichtungsstätte war in der Arndtstraße bzw. in einem Justizkomplex zwischen Karl-Liebknecht-/Alfred-Kästner-/Bernhard-Göring- und Arndtstraße. Im Jahre 1900 wurde das Gebäude für das Königliche Landgericht gebaut. Bis 2002 befand sich im Komplex eine Strafvollzugseinrichtung. Heute hat sich dort das Leipziger Amtsgericht niedergelassen. Die Hinrichtungsräume, der Todestrakt, ist weitestgehend im Original erhalten und war von den anderen Gebäuden abgetrennt. Die Anwohner wussten jedoch keines Wissens von der Hinrichtung in Leipzig. In den Jahren 1960 bis 1981 wurden in Leipzig ganze 84 Personen, nach vorhandenen Dokumenten, hingerichtet. Anfangs fand dies um 3 Uhr morgens statt, später um 10 Uhr. Seit 2001 ist die Hinrichtungsstätte ein Denkmal, dies bestätigte die Sächsische Staatsregierung durch Kabinettschluss.