Der Nationalsozialismus wurde ab dem Jahre 1930 zur Massenbewegung. Am 30. Januar 1933 übergab der Reichspräsident Paul von Hindenburg dem Nationalsozialisten Adolf Hitler das Amt des Reichskanzlers im Deutschen Reich. Er bildete zusammen mit den Nationalsozialisten und der Deutschennationalen Volkspartei das Kabinett Hitler. 1933 wurde die NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) zur Diktatur, andere Parteien wurden verboten oder zur Selbstauflösung getrieben. Neun Jahre später begann am 01. September 1939 um 04.45 Uhr der "Überfall auf Polen" - Jedoch gab es keine Kriegserklärung. Zwei Tage später erklärten Frankreich und Großbritannien mit Polen dem Deutschen Reich den Krieg. Das Vereinigte Königreich Großbritannien sollte sich heraushalten, doch daraus wurde nichts. Es sollte das einzige Land sein, welches von Beginn an des Zweiten Weltkriegs durchgehend handlungsfähiger Gegner Deutschlands ist. Adolf Hitler eroberte neben Polen große Teile Skandinaviens und Westeuropas, beide im Jahre 1940, im ersten Part.

Luftangriffe 1943 und 1944 - In Leipzig fanden am 04. Dezember 1943 und 20. Februar 1944 Luftangriffe statt, in der Teile der Reichsmessestadt zerstört wurden. Darunter fast komplett das Graphische Viertel mit seinen zahlreichen Druckereien.

Massaker von Abtnaundorf - Am 18. April 1945 fand im Leipziger Stadtteil Abtnaundorf (heute Schönefeld-Abtnaundorf) ein Massenmord von Häftlingen des KZ-Außenlagers Buchenwald in Leipzig-Thekla statt. Dieses wurde am 13. April 1945 geräumt und es blieben etwa 300 (304) kranke Häftlinge übrig. Davon kamen auch welche aus dem Evakuierungstransport des Außenlagers Gassen vom KZ Groß-Rosen. Auf Anweisung von SS-Männern mussten die Häftlinge am 18. April 1945 die Fenster der Baracke abdunkeln und zunageln. Danach wurde sie mit Brandbeschleuniger übergossen und von vermutlich 12 SS-Angehörigen und Volkssturmmännern unter anderem mit Panzerfäusten und Maschinengewähren beschossen. Die Baracke in der Theklaer Straße Ecke Heiterblickstraße fing anzubrennen. Menschen, welche nicht mehr laufen konnten, verbrannten beim lebendigem Leib. Um das Gebäude herum brach eine große Rauchwolke auf und so konnten viele KZ-Häftlinge flüchten. Entweder gingen sie in ein umliegendes Arbeitslager, wo sie polnische Zivilsten versteckten, verbrannten oder wurden von den Soldaten erschossen. Mindestens 80 Häftlinge verbrannten lebendig, starben an ihren Verbrennungen oder Schussverletzungen. Am 27. April 1945 wurden die Opfer des "Massakers von Abtnaundorf" auf dem Südfriedhof beigesetzt.

KZ Außenlager Leipzig-Thekla - Zuletzt befanden sich in Leipzig drei Buchenwald-Außenlager vom KZ Außenlager Leipzig-Thekla. Von März 1943 bis April 1945 bestand das Lager Thekla in der Theklaer Straße Ecke Sandgrube, in Heiterblick in der Wodanstraße und in Abtnaundorf in der Theklaer Straße Ecke Heiterblickstraße. Die letzten beiden Lager befanden sich im Werksgelände der Erla Maschinenwerke GmbH im Werk I bzw. Werk III. Das Lager Thekla war das einzige, welches sich außerhalb befand. Die Arbeit in den Erla-Werken musste Anfang März 1945 wegen Fliegerbomben eingestellt werden. Im Jahre 1943 wurden 900 und 1944 rund 1800 Häftlinge vom KZ Buchenwald ins Außenlager Leipzig-Thekla übergeben. Darunter befanden sich überwiegend politische Häftlinge mit Polen, Tschechen, Franzosen und Bürgern der Sowjetunion. Bis Frühjahr 1945 starben mindestens 109 Menschen an den Arbeitsbedingungen, Nahrungen, Krankheiten und Misshandlungen. Häftlinge, welche arbeitunfähig und Krank waren, wurden zurück ins KZ Buchenwald geschickt.

Todesmarsch nach Teplice - Im Jahre 1945 wurde das Konzentrationslager Groß-Rosen und ihr Außenlager Gassen aufgelöst. Bis Anfang April 1945 kamen in Evakuierungstransporten etwa 2000 Menschen ins Außenlager Leipzig-Thekla. Sie wurden mit weiteren tausenden Häftlingen, in Taucha stießen weitere zu, am 13. April 1945 auf den Todesmarsch nach Teplice (Tschechien) geschickt. Leider überlebten dies nur etwa 300 Häftlinge. Die gehunfähigen und kranken Häftlinge wurden zurückgelassen. Man sagte ihnen, sie werden mit dem Auto zum Ziel geschafft. Man war erleichtert. Doch es kam anders, am 18. April 1945 wurden sie beim lebendigen Leibe verbrannt und erschossen. Nur wenige konnten sich in Sicherheit bringen oder erlagen später ihren Verletzungen.

Euthanasieopfer - Das Wort "Euthanasie" bedeutet ein schmerzloses Sterben. Die Kinder- und Erwachsenen-Euthanasie wurde zwischen 1939 und 1945 an Menschen mit körperlicher- und geistiger Behinderung angewendet. Die Eltern der Familie Knauer eines sogenannten missgebildeten Kindes und "lebensunwerten Lebens" unterhielten sich am 23. Mai 1939 mit dem Direktor der Universitäts-Kinderklinik, Prof. Dr. Werner Catel, über die Zukunft ihre Babys. Werner Catel meinte, dass der Tod ihres Kindes eine Erlösung wäre. Die Eltern stimmten nur zögernd zu und der Doktor richtete ein "Gnadengesuch an den Führer" mit Erfolg. Adolf Hitler schickte seinen Leibarzt Dr. Karl Brandt nach Leipzig, um das missgebildete Kind zutöten. Man kann somit sagen, dass Leipzig der Ausgang der Kinder-Euthanasie war. Durchgeführt wurden sie im Kinderkrankenhaus der Universitätsklinik Leipzig und der Heil- und Pflegeanstalt Leipzig-Dösen. Die Kinder wurden durch zeitlich gestaffelte und überdosierte Barbituratgaben wie Luminal, Morphin, Trional oder Veronal getötet. Das Mittel wurde ins Essen gemischt oder gespritzt. Es erfolgten Atemnot, Kreislauf- und Nierenversagen oder Lungenentzündungen. Es war ein langsamer und natürlicher Tod, welcher auch nachgewiesen werden konnte. Somit kam man nicht in den Verdacht, dass das Kind organisiert und gezielt umgebracht wurde. Dafür sorgten außerdem Unterernährung und die Unterbringung in nicht ständig geheizten Räumen. Die Opfer-Zahlen werden auf mindestens 5000 Kinder und Jugendliche geschätzt. Das Kind musste vorher gemeldet werden, dies geschah jedoch in einigen Anstalten nicht, deswegen kann sich die Zahl auf bis zu 10.000 erhöhen. Alleine in Leipzig wurden 505 Kinder Opfer der Euthanasie, davon 341 namentlich bekannt.

Am 07. Mai 1945 unterzeichnete man im Hauptquartier der US-Streitkräfte in Reims die "bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht" in Europa, welches am 08. Mai des selben Jahres um 23.01 Uhr in Kraft ging. Am 08. und 09. Mai 1945 wurde aus protokollarischen Gründen die Unterzeichnung im sowjetischen Hauptquartier in Berlin wiederholt. Somit gilt der 08. Mai 1945 als der Tag der Befreiung. Bekannt ist er als "Victory in Europe Day" und "Tag des Sieges". Der Reichskanzler Adolf Hitler erklärte am 29. April 1945 in seinem Testament, welches in dreifacher Ausführung angefertigt wurde, den Großadmiral Karl Dönitz zum Reichspräsidenten und den Oberbefehlshaber der Wehrmacht und Propagandaminister Joseph Goebbels zum Reichskanzler. Adolf Hitler nahm sich am 30. April das Leben, Joseph Goebbels am 01. Mai. Im Zweiten Weltkrieg wurden nach einer Schätzung rund 50 bis 80 Millionen und in Europa 39 Millionen Menschen getötet.