GRÜNDERZEIT-ARCHITEKTUR
 
Die Architektur in der Nordvorstand findet sich heute nur noch in Teilen wieder. Jede Epoche ist leider nicht mehr vertreten, aber ein Großteil von gründerzeitlichen Gebäuden, unter anderem an der Pfaffendorfer Straße, Löhrstraße und um die Michaeliskirche am Nordplatz, lassen sich finden. Dazu prägen neben Plattenbauten aus DDR-Zeiten auch modernere Bürogebäude wie das Hochhaus der SachsenLB und das ehemalige Merkur-Hotel.
 
ZOOLOGISCHER GARTEN
 
Der Leipziger Zoo wurde am 09. Juni 1878 vom Gastwirt Ernst Pinkert eröffnet und zählt heute zu Europas schönsten Tierparks. Auf dem 26 Hektar großem Areal befinden sich heute fünf Themenwelten, darunter der Elefantentempel "Ganesha Mandir", die größte Menschenaffenanlage Europas und Gondwanaland. Bis 2020 soll der "Zoo der Zukunft" fertig sein. Im Zoo befinden sich über 6000 verschiedene Tiere.

 
MICHAELISKIRCHE
 
Die Michaeliskirche wurde von den Leipziger Architekten Heinrich Rust und Alfred Müller am 12. Juni 1903 eingeweiht. Der Kirchturm misst 70 Meter und steht zusammen mit seinem kreuzförmigen Kirchenschiff am Nordplatz. Die Fassade ist aus Sandstein gefertigt und hat reichen bauplastischen Schmuck.
 
PARTHE
 
Die Parthe floss im natürlichen Verlauf am Südrand ihrer fast 400 Meter breiten sumpfigen Niederung zwischen Uferstraße und Brühl. Nach 1100 erfolgte der Bau der ersten Befestigungsanlagen und die Trockenlegung der Partheniederung. Zur Durchquerung wurde im Zuge der Reichsstraße (via imperii) ein Damm aufgeschüttet und der Fluss entlang dieses Dammes nach Norden umgeleitet. 2007 wurde das Flussbett umgebaut und fasst nun ein bisschen mehr Wasser.
 
HAUPTBAHNHOF
 
Am 1. Oktober 1905 wurde zu seiner Zeit der größte Kopfbahnhof der Welt eingeweiht. Am Wettbewerb beteiligten sich 76 deutsche Architekten, der Entwurf von William Lossow und Max Hans Kühne konnte überzeugen. Er hat 26 Bahnhofsgleise und 5 Außenbahnsteige mit einer Gesamtfläche von 83.640 m². Er ist der letzte des 19. und erste des 20. Jahrhunderts erbaute Großbahnhof. Die Westhalle war für die Preußen und die Osthalle für die Sachsen bestimmt. Er ist die Drehscheibe des Mitteldeutschen Eisenbahnverkehrs.
 
STADTBAD
 
Das Leipziger Stadtbad liegt an der Eutritzscher Straße und wurde 1906 nach Entwürfen des Leipziger Architekten und Stadtbaurats Otto Wilhelm Scharenberg eröffnet. Damals konnten Damen und Herren noch in getrennten Schwimmhallen sich vergnügen. Das größte Bad hatten die Männer mit einem 3-Meter-Turm und einer Wellenanlage. Das Stadtbad bot auch Wannen- und Schwitzbäder an. Ein Teil der Räume ist im orientalischen Stil gestaltet. 2004 musste das älteste Hallenbad der Stadt geschlossen werden.
 
BAHNBETRIEBSWERK
 
Unweit vom Hauptbahnhof befinden sich mehrere Bahnbetriebswerke, welche heute noch teilweise genutzt werden. Sie befinden sich unter anderem an der Berliner Straße und Rackwitzer Straße. Diese Betriebswerke haben einen klassischen Lokschuppen mit Drehscheibe und befinden sich inmitten des Eisenbahnknotens Mitteldeutschland. Am 03. Dezember 2009 nahm ein neue ICE-Werkstatt der Deutschen Bahn in Leipzig ihren Betrieb auf. In jeder Nacht werden bis zu 8 InterCity-Züge gewartet.
 
THE WESTIN HOTEL
 
Zur Leipziger Frühjahresmesse am 13. März 1981 eröffnete der Interhotel Merkur seine Türen. Das 96 Meter hohe Hotel hatte 700 Betten, 800 Plätze in der Gastronomie und 740 Mitarbeiter. 1978 reiste Erich Honecker mit einer Delegation nach Japan und gab ihnen den Auftrag, ein 5-Sterne-Hotel in Leipzig zubauen. Der Vertrag für das 16,1 Milliarden Yen teure Gebäude wurde unterschrieben. Noch im selben Jahr fand die Grundsteinlegung statt. Der Beton kam aus West-Berlin. Seit 2003 heißt dieses Hotel nun THE WESTIN LEIPZIG.
 
GASOMETER
 
Neben dem Gasometer in Connewitz, welches seit 2005 Panometer heißt, steht ein weiteres Gebäude auf dem Gelände der Stadtwerke Leipzig an der Roscherstraße.
     
ASTORIA HOTEL
 
Ein Gebäude, dass jeden Leipziger immer wieder und auch Touristen auffällt. Das ASTORIA Hotel gegenüber vom Hauptbahnhof war zu DDR-Zeiten sehr beliebt und war Gast für die DDR-Regierung und ausländischen Regierungsvertreter. Es hatte 200 Zimmer, 160 Plätze in den Restaurants und bot 470 Gästen Platz. Dazu zählen auch ein Tanz- und Konzertcafé, Hallenbar, Salon sowie Konferenz- und Geschäftsräume. Im Jahr 1997 schloss das ASTORIA HOTEL seine Türen für immer. Ein amerikanischer Investor hat später das Gebäude gekauft.

 
STADTWERKE
 
Im Jahre 1838 nimmt die Leipziger Gasbeleuchtungsanstalt, welche zuvor im 1836 vom Rat der Stadt Leipzig beschlossen wurde, in Betrieb. 1895 wurde das erste städtische Elektrizitätswerk gegründet. Einige Jahr später, 1912 folgt die Fernwärmeversorgung für öffentliche Einrichtungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird sie aufgelöst und in der DDR wurden mehrere Energieversorger gegründet. 1992 kam es zur Gründung der Stadtwerke Leipzig GmbH.