Um das Jahr 1000 wurde Eutritzsch angelegt. Im Jahre 1890 wurde Eutritzsch zur Stadt Leipzig eingemeindet. Der Ortsteil Eutritzsch ist umgrenzt von der südlichen Buchenwaldstraße im Norden, der Leipzig-Neue Messe-Bahnlinie und Berliner Straße im Osten, der Leipzig-Leutzsch-Bahnlinie im Süden und Geibelstraße, Kleiststraße und Nördliche Rietzschke im Westen. Die umliegenden Ortsteile sind Wiederitzsch, Mockau-Nord, Mockau-Süd, Schönefeld, Zentrum-Ost, Zentrum-Nord, Gohlis-Mitte und Gohlis-Nord.

ARCHITEKTUR
 
Eutritzsch ist ein ehemaliges Arbeiterviertel. Entlang der Gräfestraße, welche sich am historischen Dorfkern befindet, zeigt sie Gebäude aus den letzten Jahrhunderten. Darunter Bauern- und Fachwerkhäuser. Aber auch Blockbauten wie entlang der Thaerstraße und schöne Villen wie der Kleiststraße.
 
NORDFRIEDHOF
 
Im Jahre 1881 eröffnete der Nordfriedhof auf einer Fläche von 73.000 m² an der Berliner Straße. Es entstanden ein Wohnhaus, Verwaltung, Leichenhalle, Kapelle und hölzerner Arkadengang im alten italienischen Baustil. Am 04. Dezember 1943 wurde im Zweiten Weltkrieg die Kapelle zerstört. 2000 wurde ein Feuchtbiotop im Friedhof angelegt. Leipziger Persönlichkeiten wie Ernst Pinkert und Karl Tauchnitz fanden hier ihre letzte Ruhe. 1864 entstand der heute alte Jüdische Friedhof westlich neben dem Nordfriedhof, getrennt durch eine Mittelallee.

 
EUTRITZSCHER MARKT
 
Der Eutritzscher Markt entstand am historischen Ortskern und der Gräfestraße. Unmittelbar vom Marktplatz befindet sich eine Straßenbahn-Haltestelle und die Delitzscher Straße, welche zur Neuen Messe und ins Stadtzentrum führt.
 
KLEINGÄRTEN
 
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CHRISTUSKIRCHE
 
In den Jahren 1489 bis 1503 wurde die Christuskirche nach Entwürfen von Benedikt Eisenberg im gotischen Stil umgebaut. Der Kirchturm stammt aus dem 13. Jahrhundert.
 
ARTUR-BRETSCHNEIDER-PARK
 
Der Eutritzscher Park, heute Artur-Bretschneider-Park, entstand in den Jahren 1899 bis 1904 nach Entwürfen vom Gartendirektor Otto Karl Wittenberg. 1913-1914 entstand eine Erweiterung des Parks. Im nördlichen Teil befindet sich neben Bäumen und Wiesen eine Freilichtbühne, im südlichen Teil ein großer Teich, welcher auf eine von den Bürgern gewünschte Eisbahn zurückgeht, mit Seerosen und verschiedenen Fischarten. Der Park befindet sich zwischen der Kleiststraße und Geibelstraße, getrennt durch die Gottschallstraße.
 
RATHAUS EUTRITZSCH
 
Im Jahre 1888 entstand am Dorfkern das Rathaus Eutritzsch. 2004 wurde es saniert und dient nun zur Wohnnutzung.
 
NEUER ISRAELISCHER FRIEDHOF
 
Im Jahre 1925 wurde der neue Jüdische Friedhof auf einer Fläche von 23.000 m² angelegt. Bereits 1901 wurde das Areal von der jüdischen Gemeinde gekauft. Zweite Jahre später diente er erst der Bestattung. 1937 fanden durch die Nationalsozialisten Umbettungen vom ersten Jüdischen Friedhof hierher statt. 1938-1945 unterbrachen die Nazis die Bestattung. Nach Entwürfen von Wilhelm Haller wurde eine Kapelle gebaut, welche 1938 in der Reichskristallnacht brannte und 1939 gesprengt wurde. Im II. Weltkrieg wurden 1.100 Grabsteine beschädigt.
 
KLINIKUM ST. GEORG
 
Im Jahre 1913 eröffnete im Norden der Stadt das "Krankenhaus St. Georg", welches nach dem Schutzheiligen der Hospitalkapelle, dem heiligen Georg, benannt wurde. Bereits 1213, nach der ersten urkundlichen Erwähnung, existierte das Hospital. Erst im Nordwesten der heutigen Altstadt. 1439 übernahm die Stadt das Krankenhaus und es folgte ein Neubau am Ranstädter Steinweg, 1668 am Grimmaischen Tor und 1702 am Brühl Ecke Goethestraße. Es entstanden sieben Bettenhäuser, in den 1950er Jahren folgten Erweiterungen.
     
BERLINER BRÜCKE
 
1903 wurde die Berliner Brücke, welche die Eisenbahnstrecke Leipzig-Neue Messe-Halle/Berlin überbrückt, eröffnet. 1993 wurde die Brücke wegen Baufälligkeit gesperrt, bis zum Abriss im Jahre 1997 durfte nur die Straßenbahn rüber. 1998-2000 wurde die Brücke neugebaut. Durch den Neubau entstand außerdem eine Kreuzung. Neben dem Autoverkehr rollt auch die Straßenbahn über die Brücke.

 
BAHNBETRIEBSWERK
 
An der Berliner Straße wurde im Jahre 1908 das Bahnbetriebswerk "Leipzig Hbf. West" von der Preußischen Staatsbahn errichtet. Nachdem ihre neuen Strecken im Leipziger Hauptbahnhof eingeführt wurden. Seit 1921 wurden auch elektrische Fahrzeuge eingesetzt. Beheimatet wurden hier der Personen-, Schnellzug-, S-Bahnverkehr und elektrische Traktionen. Das Bahnbetriebswerk ist über eine Drehscheibe an die Bahnanlagen angeschlossen.