Im Jahre 1200 wurde Mockau angelegt. Im Jahre 1915 wurde Mockau zur Stadt Leipzig eingemeindet. Der Ortsteil Mockau ist umgrenzt von der Messe-Allee im Norden, die Parthe im Osten, die Volbedingstraße im Süden, der Dortmunder Straße, Leipzig-Neue Messe-Bahnlinie und Maximilianallee im Westen. Die umliegenden Ortsteile sind Seehausen, Thekla, Schönefeld-Abtnaundorf, Schönefeld und Eutritzsch. 1992 wurde der Stadtteil Mockau in die Ortsteile Mockau-Nord und Mockau-Süd geteilt.

ARCHITEKTUR
 
Der Stadtteil Mockau bietet eine Vielzahl an Gründerzeithäusern an. Er ist aber auch von Plattenbauten und modernen Einfamilienhäusern umgeben.
 
KLEINGÄRTEN
 
In Mockau befinden sich viele Kleingartenanlagen, so Mockau West, Mockau Ost, Zum Parthengrund, Am Wasserwerk, Wiesenweg, Parthenaue, Mockau Mitte, Paradies, Nordstern und Mockau.

 
STEPHANUSKIRCHE
 
Im 13. Jahrhundert wurde die Dorfkirche Mockau gebaut, welche 1926 nach dem Märtyrers Stephanus benannt wurde. Errichtet wurde sie im romanischen Stil. Sie hat drei Glocken, eine davon stammt aus dem 15. Jahrhundert, die beiden anderen von 1576 und 1578. 1787 und 1841 folgte eine Umgestaltung des Kirchenschiffs und Chorraum und der Bau der Sakristei und Logen. Das Innere wurde in den Jahren 1968 und 1971 restauriert, Teile waren von Holzschimmel und Holzwürmern befallen. 1990 erfolgte eine Außensanierung.
 
PARTHE
 
Die Parthe entspringt im Glastener Forst zwischen Golditz und Bad Lausick und mündet, nachdem sie Taucha, Thekla, Abtnaundorf, Mockau und Schönfeld und weiter zum Hauptbahnhof durchstreift, im Zoo in den Pleißemühlgraben. Sie schlängelt sich vorbei am Abtnaundorfer Park, direkt an der Grenze zwischen Mockau und Schönefeld, der Gedächtniskirche und dem Schloss Schönefeld. Leider ist die Parthe kein Gewässer, welches man durchweg mit einem Boot in Leipzig befahren kann.
 
FLUGHAFEN LEIPZIG-MOCKAU
 
Am 01. August 1913 wurde der "Luftschiffhafen und Flugplatz Leipzig" eingeweiht. Im Ersten Weltkrieg gab es Produktionsstätten für die Flugzeug-Rüstungsindustrie. April bis Juni 1945 von amerikanischen Truppen und ab Juli 1945 von der Roten Armee genutzt. Im August 1929 konnte der Messe-Flughafen wieder in Betrieb genommen werden. 1956 wurde er von der Deutschen Lufthansa übernommen. 1951 bis 1964 fanden Baumaßnahmen statt. Bis zum 06.03.1972, der letzte Start, wurde er als Verkehrs-Flughafen genutzt. Zurzeit wird er entkernt und soll ab 2014 zum Veranstaltungsort werden.
 
FRIEDHOF MOCKAU
 
Im Jahre 1880 entstand der Friedhof Mockau, welcher bereits 1989 seine Tore schloss. Er befindet sich an der Samuel-Lampel-Straße und ist heute kaum noch wieder zu erkennen. Vor der Stephanuskirche steht eine Glocke, welche damals zur Kapelle des Mockauer Friedhofs gehörte.
 
KLETTERTURM MOCKAU
 
Im Jahre 1907 entsteht nach Entwürfen vom Dresdner Architekten Gleitsmann der Wasserturm Mockau-Nord an der Tauchaer Straße. 1925 wird der Turm um sieben Meter gekürzt und eine neue Haube aufgesetzt. 1996 wurde der Wasserturm stillgelegt und der Wasserbehälter entfernt. Im selben Jahr wird die marode Holzhaube vom Turm entfernt und provisorisch überdacht. 2000 steht der Turm zum Verkauf, geplant waren Wohnungen und ein Restaurant, doch die Pläne scheiterten. Im Mai 2004 konnte endlich der "Kletterturm Mockau" eröffnen.
 
MOCKAUER POST
 
Zwischen 1915 bis 1916 wurde nach Entwürfen vom Architekten Alfred Spaete ein neues Postgebäude gebaut. Es befindet sich an der Mockauer Straße Ecke Essener Straße, unweit der heutigen Haltestelle Mockau, Post. Im Jahr 2008 sollte ein Sanierung des Gebäudes beginnen, doch sie blieb bis heute aus. Mit Eröffnung des gegenüberliegenden Einkaufszentrums "Leipzig-Mockau-Center", kurz LMC, verlor das ehemalige Postgebäude seine Mieter.
 
QUELLE-VERSANDZENTRUM
 
In den Jahren 1991 bis 1995 wurde das Quelle-Versandzentrum gebaut. Es befindet sich auf dem ehemaligen Areal des Flughafens Leipzig-Mockau. Bis zur Schließung des Versandhändlers "Quelle" am 19. Oktober 2009, war es das größte und modernste Versandzentrum der Welt. Direkt gegenüber befinden sich der Komplex der Leipziger Messe. Auch ist das Versandhaus am Schienennetz der Deutschen Bahn angebunden. Am 20. Februar 1995 verließ das erste Paket das Versandhaus. Heute ist hier teilweise MOMOX zuhause.
     
PROBEBÜHNE MOCKAU
 
In der Samuel-Lampel-Straße befindet sich zwischen Hochhäusern, Plattenbauten und Altbauten die Probebühne Mockau. Zu DDR-Zeiten wurden hier kleine Theaterstücke aufgeführt. Danach wurden hier die Aufführungen vom Schauspielhaus Leipzig geprobt. Heute ist sie eine Außenstelle des Centraltheaters (Schauspielhaus).