Im Jahre 1883 wurden die Dörfer Anger und Crottendorf zu einer Gemeinde, bis sie im Jahre 1889 zur Stadt Leipzig eingemeindet wurden. Erstmals im Jahre 1350 wurde Cratendorf und 1535 auff dem Anger erwähnt. Der Ortsteil Anger-Crottendorf ist umgrenzt von der Wurzner Straße, Wiebelstraße, Bernhardstraße und Kleingärten im Norden, dem Volkshain Stünz und Seifertshainer Straße im Osten, der Oststraße, Am Bahndamm um Mölkauer Straße im Süden und Breite Straße im Westen. Der Volkshain Stünz gehört zur Gemarkung Stünz. Die umliegenden Ortsteile sind Volkmarsdorf, Sellerhausen-Stünz, Mölkau, Stötteritz, Reudnitz-Thonberg und Neustadt-Neuschönefeld.

ARCHITEKTUR
 
Auch in Anger-Crottendorf gibt es eine Vielzahl an Gründerzeitgebäuden, teils saniert und teils unsaniert. Die beiden ehemaligen Dörfern hatten aber auch viele große Fabriken.
 
 

 
TRINITATISKIRCHE
 
In den Jahren 1949 bis 1950 wurde nach Entwürfen vom Architekten Otto Bartning die Trinitatiskirche gebaut, welche am 04. Juni 1950 eingeweiht wurde. Sie gehört zu den 43 gebauten Notkirchen, welche im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Vorher stand dort ein Kirchenbau, welcher im Jahre 1891 nach Entwürfen von Paul Lange gebaut wurde. Auch sie war nur eine provisorische Kirche. 1895 erhielt die Trinitstiskirche in Anger-Crottendorf ihren Namen, bis sie am 04. Dezember 1943 zerstört wurde. Die Notkirche steht noch heute.
 
KLEINGÄRTEN
 
In Anger-Crottendorf befinden sich viele Kleingartenanlagen, so Sonnenglück, Immergrün, Rosenaue, Tunnelwiese, Grüne Aue, Volkshain Anger, Anger-Crottendorf, Pflaumenallee,

 

BAHNSCHNEISE
 
In den Jahren 2004 bis 2006 entstand auf dem ehemaligen Bahnanlagen in Anger-Crottendorf eine 700 Meter lange Wegeverbindung zwischen dem Lene-Voigt-Park und der Posadowsky-Anlage, erreichbar über die Martinbrücke. Auf dem asphaltierten Fuß- und Radweg zweigen Wege ab, vorbei an kleinen Wäldern und Wiesen, gestalteten Bodenflächen und Sitzbänken. Es ist geplant, die Bahnschneise bis zur Zweinaundorfer Straße weiterzuführen.
 
OSTFRIEDHOF
 
Im Jahre 1879 wurde auf einer Fläche von 19,8 Hektar der Ostfriedhof eröffnet. Am historischen Eingang wurde im selben Jahr eine Trauerhalle gebaut, welche heute nicht mehr vorhanden ist. Auf dem Friedhof befinden sich unter anderem der sowjetische Ehrenhain, Beisetzungen in Leipzig verstorbener Zwangsarbeiter verschiedener Nationen, Soldaten der Deutschen Wehrmacht und das polnische Ehrenmahl für die Opfer im Zweiten Weltkrieg. Seit 1997 befindet sich hier auch ein moslemisches Grabfeld. Zugang von der Ost- und Zweinaundorfer Straße.