Die Gemeinde Neustadt war vor 1881 ein Teil vom Ortsteil Neuer Anbau von Schönefeld. Am 01. Januar 1890 wurde Neustadt zur Stadt Leipzig eingemeindet. Der Ortsteil Neustadt ist umgrenzt von der Rosa-Luxemburg-Straße im Norden, der Hermann-Liebmann-Straße und Wurzner Straße im Osten, der Dresdner Straße im Süden und Grenzstraße, Ranftsche Gasse und Kohlgartenstraße im Westen. Die umliegenden Ortsteile sind Schönefeld-Abtnaundorf, Volkmarsdorf, Anger-Crottendorf, Reudnitz-Thonberg und Zentrum-Ost. 1992 wurde der Ortsteil Neustadt zum Ortsteil Neustadt-Neuschönefeld zusammengefasst.

ARCHITEKTUR
 
Auch in Neustadt-Neuschönefeld gibt es eine Vielzahl von Gründerzeithäusern, welches teils saniert und teils unsaniert sind. Besonders am Neustädter Markt um die Heiligkreuzkirche herum.
 
FREIZEITPARK RABET
 
Zwischen 2004 und 2007 wurde der Freizeitpark Rabet an der Eisenbahnstraße nach Entwürfen von Lützwo 7 umgestaltet. An der Eisenbahnstraße befindet sich eine dreireihige Baumreihe, auch die umschließenden Straßen sind mit Bäumen bepflanzt. Im Inneren des Parks erstrecken sich große Wiesen, eine Grundschule, ein Kindergarten und der Jugendtreff "Rabet".

 
HEILIG-KREUZ-KIRCHE
 
Die Heilig-Kreuz-Kirche wurde in den Jahren 1893 bis 1894 nach Entwürfen von Paul Lange gebaut und konnte am 31. Oktober 1894 mit einem Festgottesdienst eingeweiht werden. Das Kirchenschiff hat die Form eines lateinischen Kreuzes, ist 30 Meter lang, 25 Meter breit und bietet 900 Personen Platz. Der Kirchturm ist 67,50 Meter hoch und wurde komplett in einem rötlichen Verblendziegelbau errichtet. Die Orgel stammt aus dem Jahre 1894 vom Orgelbaumeister Hermann Eule, welche 1937 bis 1938 und 1951 von Hans Eule umgebaut wurde.
 
EISENBAHNSTRASSE
 
Die Eisenbahnstraße entstand vor über 170 Jahren und wurde nach der ersten deutschen Ferneisenbahn von Leipzig nach Dresden, welche im Jahre 1839 eröffnete, benannt. Sie entstand aber auch neben der damaligen Fernbahnlinie, Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie verlegt und es entstanden seitlich eine Reihe von Gebäuden. 1945-1990 hieß diese Straße "Ernst-Thälmann-Straße" - sie entwickelte sich zu einer Geschäfts- und Einkaufsstraße - und wurde danach wieder in Eisenbahnstraße umbenannt. 2003 bis 2004 fand ein Ausbau statt.

 

NEUSTÄDTER MARKT
 
Ende des 19. Jahrhunderts entstand ein Marktplatz auf einem Teil des Rittergutsbezirks Schönefeld. 1875 bis 1882 wurden um den Platz herum Gebäude gebaut. In den Jahren 1893 bis 1894 entstand mitten auf dem Neustädter Markt, welcher am 01. Januar 1908 seinen Namen erhielt, die Heilig-Kreuz-Kirche. Neben der Kirche befindet sich seit dem 12. September 1926 das "Kriegerdenkmal Neustadt" - entworfen vom Bildhauer Kurt Günther - welches an die 725 verstorbenen Opfer der Kreuzkirchgemeinde im Ersten Weltkrieg erinnert.