Erstmals im Jahre 1335 wurde Bansdorf erwähnt. Im Jahre 1992 wurde Paunsdorf zur Stadt Leipzig eingemeindet. Der Ortsteil Paunsdorf ist umgrenzt von der Torgauer Straße, An den Theklafeldern, nördlich der Waldkerbelstraße und Heiterblickallee im Norden, Paunsdorfer Wäldchen, Permoserstraße und Paunsdorfer Allee im Osten, der Leipziger Straße und Leipzig-Holzhausen im Süden und der Schwedenstraße, Permoserstraße und Leipzig-Sellerhausen-Bahnlinie im Westen. Die umliegenden Ortsteile sind Heiterblick, Engelsdorf, Mölkau und Sellerhausen-Stünz. 1992 wurde der Stadtteil Paunsdorf in die Ortsteile Alt-Paunsdorf und Neu-Paunsdorf geteilt.

ARCHITEKTUR
 
Auch in Paunsdorf gibt es eine Reihe von Gründerzeitgebäuden, entstanden jedoch in den Jahren 1987 bis 1991 rund 6.290 Wohnungen, wovon heute mal nicht die Hälfe saniert ist.
 
PAUNSDORFER WÄLDCHEN
 
Das Paunsdorfer Wäldchen befindet sich östlich von Paunsdorf und westlich von Heiterblick, zwischen Plattenbau- und Neubaugebäuden.

 
GENEZARETHKIRCHE
 
Im Jahre 1783 wurde das Kirchenschiff der Genezarehtkirche nach Entwürfen vom Stadtbaudirektor Johann Carl Friedrich Dauthe im Stile des Klassizismus umgebaut. 1875 kam der Kirchenturm hinzu. Die Marienglocke stammt aus dem Jahre 1410 und war vorher in der Universitätskirche St. Pauli beheimatet. In der Genezaretkirche befinden sich zwei Grabplatten. Eine für Barbara Dorothea von Tümmel, eine sozial engagierte Gutsherrin, und Heinrich Victor Siegmund von Oertzen, ein gefallener Offizier der Völkerschlacht 1813 und wurde hier beigesetzt.
 
KLEINGÄRTEN
 
In Paunsdorf befinden sich viele Kleingartenanlagen, so Ostende, Güterbahnhof Leipzig-Schönefeld, Paunsdorf, Paunsdorf II, Waldessaum, An der Schule und Freiland.

 

RANGIERBAHNHOF ENGELSDORF
 
Der Rangierbahnhof Leipzig-Engelsdorf befindet sich südlich von Paunsdorf an der Leipzig-Wahren-Engelsdorfer Bahnstrecke und ist der größte in seiner Art in Leipzig. In der Mitte des Güterbahnhofs befindet sich eine Fußgängerbrücke und weiter östlich eine Straßenbrücke, über die die Hans-Weigel-Straße führt. Auf beiden Brücken hat man einen Überblick zum Rangierbahnhof. Westlich der letzten, erwähnten Brücke befindet sich der S-Bahn-Haltepunkt Engelsdorf.
 
GRÜNER BOGEN PAUNSDORF
 
Der "Grüne Bogen Paunsdorf" befindet sich um das 1987 bis 1991 errichtete Neubaugebiet. Ein Projekt, welches Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten schafft und Paunsdorf fünf Aussichtspunkte geben soll. Nördlich auf dem ehemaligen Manövergelände der Kaserne Heiterblick mit Wildtieren, östlich für Spaziergänge, Schafsweiden, Selbsternteflächen und ein Sportpark, westlich ein Allerlei für Alles und ein Bürgerpark mit einem großen See und Terrassen. Das Projekt entstand in den Jahren 2005 bis 2014 nach Entwürfen von Häfner/Jimenez.
 

PAUNSDORF CENTER
 
Im Oktober 1994 wurde auf 70.000 m² Verkaufsfläche das Paunsdorf-Center nach Entwürfen vom Kölner Architektenbüro Mronz eröffnet. Zuvor fand am 16. Juni 1992 durch den Kölner Bauunternehmer Heinz Barth und Sachsens Ministerpräsident Kurt Biedenkopf der Spatenstich statt. Das U-förmige Gebäude bietet neben 120 Geschäften, darunter Kaufland, Media Markt, Porta und Hugendubel, auch ausreichend Parkplätze, 4.500 im Freien und 2.300 im Parkdeck, an. 2010-2012 wurde das P.C. umgebaut und neuvermietet.
     
FRIEDHOF PAUNSDORF
 
Der Friedhof Paunsdorf wurde am 08. März 1901 eingeweiht und ein Jahr zuvor an der Hohentichelnstraße mit einer Fläche von 1,2 Hektar angelegt. Im Friedhof befinden sich zwei Denkmäler, eins das an zwei Bergsteiger, welche in den Alpen starben, erinnert und ein Ehrendenkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Paunsdorfer Bürger.
 

SACHSEN-THERME
 
Die Sachsen-Therme befindet sich in der Schongauer Straße, in der Nähe zum Paunsdorf-Center, und ist ein Freizeitparadies mit Bade- und Sauna-Möglichkeiten. Ein großer Wasserfall mit einer 120 Meter langen Wasserrutsche. Auf 1.500 Quadratmetern mit finnischen Saunen, feuchtwarmer Nebel im römischen Dampfbad und eine urtypische Erd-Sauna.