Im 12. Jahrhundert wurde Heide angelegt, seit 1438 Probstheida. Am 01. Januar 1810 wurde Probstheida zur Stadt Leipzig eingemeindet. Der Ortsteil Prostheida ist umgrenzt von der Prager Straße, Marienhöhe und Denkmalsblick im Norden, Östliche Rietzscke im Osten, Höltystraße und Gorbitzer Straße im Süden und Südfriedhof, An der Tabaksmühle, Richard-Lehmann-Straße und Leipzig-Stötteritz-Bahnlinie im Westen. Die umliegenden Ortsteile sind Reudnitz-Thonberg, Stötteritz, Holzhausen, Meusdorf, Dölitz-Dösen, Lößnig, Marienbrunn und Zentrum-Südost.

ARCHITEKTUR
 
Auch in Probstheida gibt es eine noch einige Gründerzeithäuser, besonders aus der mittelalterlichen Zeit. Daher stehen vermehrt neue Einfamilienhäuser im geschichtsträchtigen Stadtteil.
 
SÜDFRIEDHOF
 
Im Jahre 1879 wurde mit 54 Hektar der Südfriedhof nach Entwürfen von Hugo Licht und Otto Wittenberg entworfen. Am 01. Juni 1886 wurde er vom Oberbürgermeister Carl Bruno Tröndlin eröffnet, danach folgte die erste Bestattung, welche noch heute erhalten ist. Anfangs hielt man vom Südfriedhof abstand und ließ sich auf dem Neuen Johannisfriedhof bestatten, bis der neue Friedhof einem Park nachempfunden wurde. 1910 wurde eine Kapellenanlage mit einem 60 Meter hohen Turm eingeweiht. Heute ist der Südfriedhof 82 Hektar groß.

 
IMMANUELKIRCHE
 
Im Jahre 1818 wurde die neue Kirche eingeweiht, nachdem die aus dem 13. Jahrhundert stammende Dorfkirche während der Völkerschlacht 1813 zerstört wurde. 1926 bis 1927 wurden an der Nord- und Südseite der Immanuelkirche zwei Treppenaufgänge zu der Emporen gebaut.
 
PRAGER STRASSE
 
Die Prager Straße ist eine der längsten Straßen der Stadt Leipzig und befindet sich zwischen Grimmaischen Steinweg und Zum Denkmal. Sie führt vorbei am Grassimuseum und Büro-Geschäftshäusern, dem Haus des Buches, dem Technischen Rathaus, Völkerschlachtdenkmal und Südfriedhof. Zwischen den 1990er Jahren bis 2011 wurden große Teile der Prager Straße ausgebaut. Sie ist eine wichtige Verbindung und dient als Autobahnzubringer.

 

VÖLKERSCHLACHTDENKMAL
 
In den Jahren 1898 bis 1913 wurde das Völkerschlachtdenkmal nach Entwürfen vom Architekten Bruno Schmitz mit einer Höhe von 91 Metern gebaut. Die Grundsteinlegung für dieses Mahnmal, welches an die Völkerschlacht 1813 bei Leipzig erinnert, wurde am 18. Oktober 1813 gelegt und am 18. Oktober 1913 eingeweiht. In der Ruhmeshalle sind 354 fast lebensgroße Reiter zusehen und in der Krypta wachen 16 Soldaten. Hier befindet sich das symbolische Begräbnis der 120.000 gefallenen Soldaten. Bis 2013 wurde das Denkmal komplett saniert.
 
KLEINGÄRTEN
 
In Probstheida befinden sich viele Kleingartenanlagen, so Probstheida, Am Wetterschacht, Marienhöhe, Denkmalsblick und Grüne Ecke.
 

NAPOLEONSTEIN
 
Am 25. Oktober 1857 wurde der Napoleonstein, ein Denkmal der Völkerschlacht 1813, eingeweiht. Er befindet sich auf dem Grundstück der ehemaligen Quandtschen Tabaksmühle. Bereits 1832 stand an dieser Stelle ein Sandstein zur Erinnerung. Von diesem Standpunkt beobachte und leitete Napoleon die Befreiungskriege am 18. Oktober 1813. Am Nachmittag soll er hier den Befehl zum Rückzug gegeben haben, auf seinem Klappstuhl eingeschlafen und Nachts in Richtung Leipzig verschwunden sein. Das Denkmal hat einen Hut, Waffe & Fernrohr. Im Sockel sind zwei Innschriften eingraviert.