Im Jahre 1395 wurde by den Tangruben erwähnt, heute Thonberg, und zum 01. Januar 1890 zur Stadt Leipzig eingemeindet. Seit 1992 bildet er zusammen mit Reudnitz den Ortsteil Reudnitz-Thonberg. Thonberg ist umgrenzt von der Stötteritzer Straße im Norden, der Engelsdorf-Leipzig-Gaschwitz-Bahnlinie im Osten, (der Prager Straße und An der Tabaksmühle im Süden), der Prager Brücke im Süden und der Prager Straße im Westen. Die umliegenden Ortsteile sind Reudnitz-Thonberg, Stötteritz, Probstheida, (Marienbrunn) und Zentrum-Südost.

ARCHITEKTUR
 
Im Jahre 1719 entstanden an der heutigen Prager Straße, damals Straße nach Probstheida, die Thonberger Straßenhäuser. Dieser Stadtteil besitzt Wohnblöcke aus der Gründerzeit und einen Plattenbau-Kindergarten und vereinzelte Gebäude.
 
PRAGER STRASSE
 
Die Prager Straße ist eine der längsten Straßen der Stadt Leipzig und befindet sich zwischen Grimmaischen Steinweg und Zum Denkmal. Sie führt vorbei am Grassimuseum und Büro-Geschäftsgebäuden, dem Haus des Buches, dem Technischen Rathaus, Völkerschlachtdenkmal und dem Südfriedhof. Zwischen den 1990er Jahren bis 2011 wurden große Teile der Prager Straße ausgebaut. Sie ist eine wichtige Verbindung und dient als Autobahnzubringer. Die Prager Straße befindet sich auf der Westseite von Reudnitz und Thonberg.

 
ERLÖSERKIRCHE
 
Am 04. Juni 2006 wurde die neue Erlöserkirche nach Entwürfen der Architekten Zimmermann an der Dauthestraße eingeweiht. Sie hat einen Saal mit Sakristei und Glockenturm und mehreren Gemeinderäumen. Das Bauwerk wurde im Stile der Moderne gestaltet. Zuvor stand an der Riebeck-/Stötteritzer Straße die alte Erlöserkirche, sie wurde am 25. Juli 1869 eingeweiht und am 27. Februar 1945 im Zweiten Weltkrieg zerstört. Im Juni 1945 wurde zuletzt der Kirchturm gesprengt.
 
HEILANSTALT FÜR GEISTESKRANKE
 
Im Jahre 1839 entstand in Thonberg eine Heilanstalt für Geisteskranke. Gegründet von Eduard Wilhelm Güntz, bis sie 1783 sein Sohn übernahm. Jährlich wurden in der Klinik zwischen 70 bis 80 Patienten aufgenommen. Behandelt wurden sie ohne mechanische Zwangsmittel. Die Stadt Leipzig wurde im Jahre 1888 Eigentümer der Heilanstalt und betrieb sie bis 1920.

 

UMSCHLAGBAHNHOF
 
Am 01. Dezember 1891 ging der Güterbahnhof in Betrieb und wurde ab 1967 zum Containerbahnhof umgebaut. Er erhielt zwei Containerladebrücken mit Kranbahn und ein Stapelplatz. Schließlich wurde er am 02. Dezember 1968 eröffnet. Südöstlich befand sich seit Mai 1893 ein Haltepunkt für den Personenverkehr, den im Jahr 1968 auch die Messe-S-Bahn nutze und ein Jahr später die S-Bahn selbst. Auch befand sich hier ein Anschlussgleis zur Technischen Messe Leipzig.