Erstmals im Jahre 1262 wurde Doluz und 1348 ein Gut Dolizc erwähnt. Im Jahre 1910 wurde Dölitz zur Stadt Leipzig eingemeindet. Der Ortsteil Dölitz ist umgrenzt von der Friederikenstraße im Norden, der Leinesiedlung im Osten, Am Eichwinkel und die Stadt Markkleeberg im Süden und der Bundesstraße 2 im Westen. Die umliegenden Ortsteile sind Lößnig, Probstheida, Meusdorf, die Stadt Markkleeberg und Connewitz. 1992 wurde der Stadtteil Dölitz zum Ortsteil Dölitz-Dösen zusammengefasst.

ARCHITEKTUR
 
In Dölitz finden sich noch einige Gründerzeithäuser mit Krüppelwalmdach und Mansardendach, so zum Beispiel in der Helenenstraße und Bornaischen Straße. An der Mühlpleiße befindet sich ein Vierseitenhof mit der Dölitzer Wassermühle. Aber auch moderne Gebäude aus den 1950er Jahren und aus DDR-Zeit finden sich in Dölitz wieder.
 
AUENWALD
 
Der Leipziger Auenwald, auch Stadtwald genannt, wurde erstmals im Jahre 1367 mit dem Kauf der Burgaue erwähnt. Die Fläche des Waldes beträgt 1700 Hektar und zählt somit zu den größten Auenwälder Mitteleuropas. Mit über 600 Jahren, ist eine Eiche, gleichzeitig die dickste Eiche, im Rosental der älteste Baum im Leipziger Auenwald. Der südliche Auenwald befindet sich zwischen Lindenau und dem Gut Lauer, durchstreift von Flüssen. Durch den Braunkohleabbau im Süden der Stadt wurden nicht nur Teile des Auenwaldes, sondern auch Dörfer zerstört.

 
TORHAUS DÖLITZ
 
Das Torhaus Dölitz wurden in den Jahren 1670 bis 1672 in der sächsischen Spätrenaissance zum sächsischen Frühbarock gebaut. Es gehörte zum Schloss Dölitz, welches sich auf einer Insel befand und von der Pleiße umgeben war. Heute ist das Torhaus über eine Brücke erreichbar, welche sich über der Mühlpleiße befindet. Während der Völkerschlacht im Jahre 1813 wurde das Torhaus umkämpft. Die Österreicher versuchten mehrmals zustürmen, aber die Franzosen konnten sie zurückhalten. 1959 begann die Sanierung des Torhauses.
 
PLEIßE
 
Südwestlich von Zwickau in Lichtentanne im Albodsbrunnen entspringt die Pleiße und floss mit 115 Kilometern Länge. Durch den Braunkohleabbau im Leipziger Süden wurde die Pleiße begradigt und auf 90 Kilometer eingekürzt. Kommend von Markkleeberg fließt sie weiter durch den südlichen Auenwald von Leipzig, kreuzt die Mühlpleiße und den Floßgraben, vorbei am Wildpark und den Hakenteich, unterquert den Probsteisteg und mündet am Connewitzer Wehr in das Pleißeflutbett und später in das Elsterflutbett.

 
DÖLITZER WASSERMÜHLE
 
Erstmals wurde die Dölitzer Wassermühle im Jahre 1540 erwähnt. In den folgenden Jahrhunderten wurde sie mehrfach um- und ausgebaut. Im Oktober 1813, während der Völkerschlacht bei Leipzig, brannte die Mühle fast komplett ab. 1814 wurde ein zweigeschossiger Fachwerkbau in einem geschlossenen Vierseitenhof errichtet und die Mühle wieder aufgebaut. Bis zum Tod des letzten Müllers im Jahre 1967 diente sie als Mahl-, Schrot- und Gewürzmühle. Zwischen 1920 und 1950 stand sie still. Seit 2006 dreht sich das Wasserrad wieder.
 
AGRA-MESSEPARK
 
Im Jahre 1889 errichtete Paul Herfurths einen Landschaftspark und eine Villa für seine Familie in Markkleeberg. 1948 fand erstmals eine Gartenbauausstellung statt, an der umliegende Gärtner teilnahmen. 1950 eröffnete, nach Oskar Baumgarten, die erste Gartenbauausstellung der DDR. Ab 1952 fand sie zusammen mit der DDR-Landwirtschaftsausstellung statt. Mit anfänglichen 190 Hektar Gelände, wurden es mit der Zeit nur noch 100 Hektar mit 90 Hallen. 1960 wurde das Ausstellungsgelände zum Erholungspark umgebaut.
 
APELSTEIN
 
An wichtigen Orten der Gefechte der Völkerschlacht wurden in den Jahren 1861 bis 1864 rund 50 Gedenksteine aufgestellt. Ihren Namen erhielten sie vom Leipziger Schriftsteller Theodor Apel. Er spendete mit eigenen Mitteln 44 solcher Marksteine. 6 weitere wurden aus privater Hand, einer Stiftung von Theodor Apel und Vereinen errichtet. Die Steine haben eine Höhe von 1,5 Metern. Auf dem Bild sind zwei Apelsteine am Torhaus Dölitz zusehen.
 
MÜHLPLEIßE
 
In den Jahren 1200 und 1250 wurde die Mühlpleiße zum Antrieb der Mühlen in Dölitz, Lößnig und Connewitz angelegt. 1890 wurde die Lößniger Mühle abgerissen, die Connewitzer Mühle wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und die Dölitzer Mühle war bis 1967 noch in Betrieb und blieb als einzige Mühle erhalten. Seit 2006 befindet sich an der Mühlpleiße eine Wasserkraftanlage. Der künstliche Graben entspringt nördlich von Markkleeberg und fließt durch den agra-park, vorbei an der Dölitzer Mühle und dem Eiskeller und mündet in die Pleiße.
 
SCHACHT DÖLITZ
 
Im Jahre 1894 fanden erste Probebohrungen für eine Braunkohlentiefbaugrube in Dölitz statt. Es entstand ein 73 Meter tiefer Förderschacht und 68 Meter tiefer Wetterschacht. Zwischen 1895 und 1959 wurde durchgängig Braunkohle aus der Erde geholt. Die letzte Kohle wurde bis Ende 1961 gefördert. 1964 und 1973 wurde der Wetterschacht und 1984 der Förderschacht zugeschüttet. Erhalten sind u. a. das Schachthaus mit Förderturm, Kohlesortierung, Förderbrücke, Kesselhaus und Südwerkbunker. Der "Schacht Dölitz" ist ein wichtiges Zeugnis.
 
KLEINGÄRTEN
 
In Connewitz finden sich eine Vielzahl von Kleingärten, unter anderem ... .