Vermutlich im 7. oder 8. Jahrhundert wurde eine Siedlung an der Pleiße angelegt, deren Namen Lesnic erstmals im Jahre 1040 erwähnt wurde. Am 01. Januar 1891 wurde Lößnig zur Stadt Leipzig eingemeindet. Der Ortsteil Lößnig ist umgrenzt von der Probstheidaer Straße im Norden, der Leinesiedlung im Osten, der Friederikenstraße im Süden und der Leipzig-Connewitz-Markkleeberg-Bahnlinie im Westen. Die umliegenden Ortsteile sind Marienbrunn, Probstheida, Dölitz-Dösen und Connewitz.

ARCHITEKTUR
 
Auch in Lößnig gibt es eine Vielzahl an Gründerzeitarchitektur.
 
ERHOLUNGSPARK LÖßNIG-DÖLITZ
 
In den Jahren 1983 bis 1988 entstand auf einem ehemaligen Bergbaunutzungsgebiet der Erholungspark Lößnig-Dölitz. Das Gebiet wurde bis zur Stilllegung 1959 vom umliegenden Braunkohletiefbau Dölitz genutzt. Zuvor wurden sie landwirtschaftlich genutzt. Es entstanden große Wiesen, Bäume, Teiche, kleine Flüsse und ein Wegenetz. Als Projekt moderner Bewässerungstechniken der Agra entstand ein Stauteich, der heutige Große Silbersee. Jährlich findet hier die Ballon Fiesta statt.

 
GETHSEMANEKIRCHE 
 
Im Jahre 1876 wurde nach dem Abriss der alten Kirche eine neue Kirche nach Plänen vom Baumeister Hugo Altendorff gebaut und konnte am 28. Oktober 1877 eingeweiht werden. Im Baustil von neoromanisch wurde sie damals mit geringen Kosten errichtet, da bestehendes Material der alten Kirche verwendet werden konnte. Die Kirchenhalle bietet 200 Sitzplätze, davon 80 in den Emporen. 1958 erfolgte eine Sanierung der Außenfassade und 1960 der Turm, Dach, Fenster und das Innere. Malereien von 1927 wurden bei der Sanierung zerstört.
 
KLEINGÄRTEN
 
In Lößnig befinden sich viele Kleingartenanlagen, so Frohsinn, Mariental und Märchenland.
 
LÖßNIGER RUNDLING
 
Zwischen 1929 und 1930 entstand nach Entwürfen vom Stadtbaurat Hugo Ritter ein Rundling mit 609 Wohnungen. 8 Gebäude im äußeren, 12 im mittleren und 4 im inneren Ring. Diese Gebäude sind wegen einer Geländesteigung ein Stockwerk höher. Der Lößniger Rundling ist von 6 Straßen und 2 Gehwegen erreichbar. Die Straßen sind nach Figuren der Nibelungensage benannt, daher ist auch gern die Rede von der Nibelungensiedlung. Im Zweiten Weltkrieg wurden Teile der Gebäude zerstört, welche mit der Sanierung ab 1990 wiederaufgebaut wurden.