Im Jahre 1234 wurde erstmals Lusene, später Lausen, erwähnt. Bereits im Dezember 1979 wurde ein Teil und am 01. Januar 1995 die gesamte Gemeinde zur Stadt Leipzig eingemeindet und zum Ortsteil Lausen-Grünau zusammengefasst. Dieser wird umgrenzt von einem Teil der Leipziger Straße im Norden, der Zschampert im Osten, der Straße am See im Westen, der Lützner Straße im Norden, der Karlsruher Straße im Osten, dem Lausener Weg im Süden, nördlich von Großzschocher und der Stadt Markranstädt im Süden und dem Kulkwitzer See im Westen. Die umliegenden Ortsteile sind Miltitz, Grünau-Nord, Grünau-Siedlung und Großzschocher und die Stadt Markranstädt.

ARCHITEKTUR
 
Im historischen Ortskern befinden sich noch ein Reihe von historischen Gebäuden, besonders um den Dorfplatz herum. Nordöstlich davon stehen seit 1980 mehrere Plattenbauten, welche zum Ortsteil Grünau gehören.
 
KULKWITZER SEE
 
Der Kulkwitzer See entstand Mitte der 1960er Jahre und wurde 1973 als Naherholungsgebiet eröffnet. Vorher befand sich dort die Stadt Kulkwitz, welche im Jahre 1864 durch den Braunkohleabbau zerstört wurde. Der Tagebau fand von 1935 bis 1963 und die Flutung von 1963 bis 1973 statt. Der 1,7 km² große See hat eine Tiefe von 36 Metern. Den See teilen sich die beiden Städte Markranstädt und Leipzig. Am Oststrand siedelten sich mehrere Ferienhäuser und ein großer Badestrand an. Am Weststrand befindet sich ein Segelhafen.

 
KIRCHE LAUSEN
 
Im Jahre 1514 wurde die spätromanische Westturmkirche am Dorfplatz gebaut. 1833 und in den folgenden Jahren fanden Umbauten an der Kirche Lausen statt. Einst hatte sie einen spätgotischen Schnitzelaltar, heute befindet sich hier ein klassizistischer Kanzelaltar. Um in das Kirchenschiff und zum Kirchturm zugelangen, muss eine eisenbeschlagene Tür überwindet werden. 1994 bis 1995 wurde die Fassade der Kirche und 2000 das Innere saniert.
 
BAHNHOF LAUSEN
 
Am 01. September 1897 wurde die Eisenbahnstrecke zwischen dem Bahnhof Leipzig-Plagwitz und Bahnhof Lützen eröffnet, ein Jahr später wurde sie nach Pörsten verlängert. Betreiber war die Preußisch-Hessische Staats-Eisenbahn. Auf der mehr als 20 Kilometer langen Strecke befand sich in Lausen ein Haltepunkt, wo noch heute das Bahnhofsgebäude steht. Am 24. Mai 1998 wurde der Abschnitt stillgelegt und 2004 die Gleisanlagen zurückgebaut. Heute wird das Bahnhofsgebäude privat genutzt.

 

FRIEDHOF LAUSEN
 
Bis ins Jahre 1574 befand sich am Ortseingang zu Lausen ein Friedhof, die sogenannte Gottesackerhufe. Dieser wurde ein Jahr später um die heutige Kirche Lausen angelegt und eine Größe von 0,22 Hektar.
     
ZSCHAMPERT
 
Der Zschampert ist ein Bach, der zwischen Knautnaundorf im Süden und Schkeuditz im Norden fließt, und dort in die Alte Luppe mündet. Der südliche Teil ist trockengelegt. Der Bach erhält sein Wasser aus dem nah liegenden Kulkwitzer See und verläuft nördlich an der Stadtgrenze von Leipzig, Schkeuditz und Markranstädt entlang. Dazu unterquert er einen 100 Meter langen Tunnel, darüber befindet sich der Elster-Saale-Kanal. In Lausen verläuft der Zschampert an der Grenze zwischen Lausen und Miltitz zur Straßenbahn-Endstelle Lausen.

 
PLATTENBAU
 
Durch die Eingemeindung im Dezember 1979 wurde ein Teil von Lausen zum neuen Wohngebiet von Grünau. Es befindet sich westlich an der Straße am See, nördlich an der Lützner Straße, westlich an der Karlsruher Straße und südlich vom Lausener Weg und der Königstraße. Im Umfeld der Plattenbauten befinden sich der beliebte Kulkwitzer See, Grünanlagen mit der Zschampert und der historische Ortskern von Lausen.