Der Ortsteil Schönau ist umgrenzt von den Schönauer Lachen im Norden, der Plautstraße im Osten, Lützner Straße im Süden und Kiewer Straße im Osten. Der Lindenauer Hafen gehört zur Gemarkung Lindenau und Teile des Ortsteils Grünau-Ost zu Schönau. Die umliegenden Ortsteile sind Rückmarsdorf, Neu-Lindenau, Grünau-Ost, Grünau-Mitte, Grünau-Nord und Miltitz.

ARCHITEKTUR
 
Viel Gründerzeit-Architektur in Schönau gibt es nicht mehr. Dafür aber vermehrt Einfamilienhäuser und Plattenbauten aus DDR-Zeiten.
 
SCHÖNAUER PARK
 
Im Jahre 1890 wurde der Schönauer Park, ein Rittergutspark, im englischen Stil gebaut. 2002 wurde der historische Eingang des 14 Hektar großen Parks neugestaltet. Eine Pergola mit einer Länge von 52 Metern und einer Höhe von 4 Metern erinnert an den ehemaligen Gutshof Schönau, welcher durch den Bau von Plattenbauten 1979 abgerissen wurde. Dazu kam eine große Wiese für Veranstaltungen, neue Bäume, Sträucher und Pflanzen. Seit 2005 sind auch die Schönauer Lachen mit dem Schönauer Park verbunden.

 
KIRCHE SCHÖNAU
 
Die Schönauer Kirche wurde im 15. Jahrhundert gebaut. Sie ist eine Saalkirche. Die Orgel stammt aus dem Jahre 1843. 1875 wurde der Kirchturm umgebaut. 1985 erfolgte ein Brand in der Kirche Schönau.
 
SCHÖNAUER LACHEN
 
In den Jahren 1938 bis 1943 fanden auf einer Fläche von 8 Hektar Tiefbauarbeiten westlich des Lindenauer Hafens statt. Hier sollte ein Umschlaghafen entstehen. Im Zweiten Weltkrieg wurden im Frühjahr 1943 die Arbeiten eingestellt. Mit der Zeit siedelten sich hier Pflanzen und Tiere an. Am 29. Mai 1985 wird das ehemalige Hafengebiet zum Denkmal "Sumpfgebiet Schönauer Lachen" erklärt.

     
MUSEUMSFELDBAHN
 
Beim Bau des Elster-Saale-Kanals wurde im Jahre 1856 eine Feldbahn in Betrieb genommen. 1888 wurde sie für den Kiesabbau eingesetzt und bediente 1891 auch das Mörtelwerk. Anfangs zogen die Pferde die Loren, ab 1896 waren es E-Loks und 1905 Dampfloks. Die Lindenauer Kiesbahn steuerte neben dem fertigen Hafenbecken aus das im baubefindliche Umschlagbecken an. Im Mai 1991 wurde der Betrieb der Feldbahn eingestellt. Zur Erinnerung wurde die Kiesbahn erhalten, im September 1992 wiedereröffnet. Streckenlänge: 1,5 Kilometer.