Der Leipziger Stadtwald, auch Auenwald genannt, strahlt in einem grünen Band vom Norden nach Süden. Die erste Erwähnung war im Jahre 1367 mit dem Kauf der Burgaue. Seit dem gehört die Stadt Leipzig mit ihren 1700 Hektar Waldeigentum zu den größten kommunalen Waldbesitzern des Freistaates Sachsens. Der größte Teil des Auenwaldes liegt mit rund 980 Hektar im Leipziger Landschaftsschutzgebiet, Leipzig hat einen der größten Auenwälder Europas. In der damaligen Burgaue um 1870 waren rund 67 Prozent aller Bäume die Stieleichen, wo heute leider nur noch 18% vorhanden sind. Die dickste Eiche im Auwald steht im Rosental, mit seinen 2,05 Metern dicken Durchmesser und ist mit über 600 Jahren der älteste Baum in der Geschichte des Auenwaldes. In den nächsten Jahren wollen die Stadtförster 16,5 Hektar Platz für Stieleichen, 2,5 ha für Ulmen, 7,0 ha für Hainbuchen, 14,0 ha für Esche, 7,0 ha für Winderlinden und 3,5 Hektar Waldfläche für Bergahorn, Feldahorn und Wildobst schaffen. Platziert sollen sie bei reinen Pappel-Beständen, die vor 30-40 Jahren in der Stadt gepflanzt wurden, auch sollen in den kommenden Jahren weitere Stieleichen gepflanzt werden.

Der nördliche Auenwald liegt zwischen der Hans-Driesch-Straße und der Leutzscher Allee im Süden und der Stadt Schkeuditz im Norden. Davon liegen auf der westlichen Seite die Stadtteile Lindenau, Leutzsch, Böhlitz-Ehrenberg und Gundorf und auf der östlichen Seite die Stadtteile Gohlis, Möckern, Wahren, Stahmeln, Lützschena, Quasnitz und Hänichen. Die Waldstücke sind hierbei das Rosental, Burgaue, Gottge, Hasenholz, Kanitzsch und das Verschlossene Holz.

       

       

       

Der südliche Auenwald liegt zwischen der Weißen Elster/Käthe-Kollwitz-Straße und der Stadt Markkleeberg. Davon liegen auf der westlichen Seite die Stadtteile Schleußig, Kleinzschocher, Großzschocher-Windorf, Knautkleeberg-Knauthain und Hartmannsdorf und auf der östlichen Seite die Stadtteile Zentrum-West, Zentrum-Süd, Connewitz, Dölitz und Lößnig. Die Waldstücke sind hierbei der Klingerhain (Ritterwerder), Nonne, Küchenholz, Beipert, Paußnitz, Ratsholz, Zschocherscher Winkel, Haken, Lauer, Stempel und Gautzscher Winkel.