Das Leipziger Neuseenland befindet sich südlich der Stadt Leipzig und wird etwa im Jahr 2060 ein Landschaftsgebiet mit 15 Seen auf 70 km² sein. Die heutigen Tagebaulöcher haben Landschaften und Dörfer zerstört. Jüngst im Jahr 2009 wurde das bisher letzte Dorf zurückgebaut. Das 631-jährige Heuersdorf verschwand von der Landkarte, lediglich die Emmauskirche aus dem 13. Jahrhundert wurde nach Borna umgesetzt. Aktuell ist Lützen die nächste Stadt, welche weggebaggert werden soll. Jedoch ist hier kein Braunkohleabbau geplant, sondern der Bau eines Braunkohlekraftwerks. Man stellte sich die Frage: "Wie sollen die Tagebaulöcher nachgenutzt werden?". Der Nachnutzungsplan der DDR schlug vor, sie mit Wasser zufüllen und ein Naherholungsgebiet zuschaffen. In den Jahren 1993 bis 2000 begann die Flutung des Cospudener Sees, welcher der erste Tagebausee im Neuseenland ist. Es ist geplant, mehrere Seen durch Kanäle miteinander zu verbinden, Brücken und Schleusen zubauen sowie Wege und Attraktionen, darunter seit 2003 der Vergnügungspark Belantis, einzurichten. 

Im Neuseenland, das auch Sächsische Seenplatte und Leipziger Seenland genannt wird, entsteht zurzeit ein Tourismusmagnet für Mitteldeutschland. Es ist die größte Baustelle in Europa, die von Menschen geschaffen wird. Kanus, Fahrgastschiffe und Segelboote verkehren auf dem Wasser. Radler und Skater umfahren die Seen. All dies ist erst der Anfang vom Neuseenland.

 

             

Landschaftspark Cospuden

 

Erlebnisachse

 

Bistumshöhe

 

             

Kanupark

 

Bergbau-Technik-Park

 

Belantis

 

             

Aussichtspunkte

 

Geopfad