Die Leipziger Kleingartenanlagen bieten mit 278 Anlagen eine Fläche von 1240 Hektar und sind somit die zweitgrößte nach Berlin in Deutschland. In der frühen Industrialisierung träumten die Menschen von frischer Luft im Grünen, den Anbau von Obst und Gemüse. Vier Jahre nach dem Tod vom Leipziger Arzt Dr. Daniel Gottlob Schreber legte Dr. Ernst Innocenz Hauschild im Jahre 1865 eine Spielwiese im Johannapark an. Diese Fläche nannte der Schuldirektor zu Ehren seinen verstorbenen Schwiegervaters im Jahre 1861 zum Schreberplatz. Ein Lehrer, der Heinrich Karl Gesell wollte im Jahre 1868 den Kindern die Natur beibringen. Nur das Interesse kam nicht und die Eltern legten selbst Hand an. Aus den geplanten Kinderbeeten wurden Familienbeete. Schon zwei Jahre später gab es über 100 Kleingärten. Leider existieren diese Gärten heute nicht mehr, da sie 1875 zum Bau der Ferdinand-Lassalle-Straße weichen mussten. Der Vertrag wurde zwar gekündigt, aber ihnen wurde ein neuer Platz zugewiesen. Am 21. Mai 1876 wurde der neue Schreberplatz eingeweiht. Über 200 Jahre ist diese Kleingartenanlage schon alt und steht daher unter Denkmalschutz.

 

             

Dr. Schreber

 

Südvorstadt

 

Johannistal

 

             

Siegismund

 

Nordvorstadt