Der König-Albert-Park wurde im Jahre 1897 nach Entwürfen vom Ratsgärtner Carl Otto Wittenberg im Auenwald angelegt. Der Grund war die zweimal im Jahr stattfindende Sächsisch-Thüringischen Industrie- und Gewerbeausstellung. Ganze 6 Architekten waren mit der Gestaltung des Geländes beauftragt. Aus dem Nachlass von Ferdinand Dominik Grassi wurden 177.119,18 Goldmark verwendet. Er wurde mit dem im Westen liegenden Johannapark und im Süden liegenden Scheibenholzpark verbunden. Als die Gebäude der Ausstellung abgerissen wurden, wurde der Park mit 30 Hektar fertig gestellt. Am 21. November 1898 bekam er den Namen "König Albert" anlässlich seines 25. Jahrestags der Thronbesteigung des Landesherren. Als im Jahre 1908 der "Gerhardsche Pavillon" im Gerhardschen Garten weichen musste, wurde der Pavillon in diesem Park, nahe Elsterflutbett, aufgestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahre 1945 wurde der Park in Albertpark umbenannt. 1955 wurde er zusammen mit den umliegenden Parkanlagen zum Clara-Zetkin-Park benannt. Seit April 2011 heißt nur noch der Parkteil zwischen Klingerweg und Edvard-Grieg-Allee und der ehemalige Volkspark Scheibenholz Clara-Zetkin-Park.

       

       

       

       

       

       

Der Clara-Zetkin-Park wird vom Klingerweg (Schleußig) im Westen, der Ferdinand-Lassalle-Straße (Zentrum-West) im Norden, der Edvard-Grieg-Alle im Osten und der Rennbahn Scheibenholz (Zentrum-Süd) und Die Nonne (Schleußig) im Süden umschlossen. Den König-Albert-Park und Volkspark Scheibenholz, heute beide Clara-Zetkin-Park, trennte die Anton-Bruckner-Allee. An beiden Enden befinden sich Rondelle, das westliche mit Wiese und das östliche mit einem Wasserbecken und Springbrunnen.

       

       

       

Nördlich des Springbrunnens an der Anton-Bruckner-Allee befindet sich der Franz-Schubert-Platz und südlich der Brahmsplatz. Beide sind eckige Plätze. Der Schubertplatz erhielt im Jahre 1929 ein 3,8 Meter hohes Denkmal. Drei Granitsteinblöcke wurden übereinandergesetzt und bildet im Durchmesser ein Dreieck. Der Entwurf stammt von der Leipziger Bildhauerein Margarete Tschaplowitz-Seifert. Das Schubert-Denkmal regte der 1891 gegründete "Leipziger Männerchor" an, welcher zum 100. Todestag vom Komponisten Franz Schubert, welcher selbst nie in Leipzig war, ein Denkmal wollte. Doch die Stadt Leipzig lehnte eine finanzielle Unterstützung ab und so musste es durch die Leipziger Bürger gespendet werden. Der Rat der Stadt Leipzig hatte jedoch den Platz an der Anton-Bruckner-Allee ausgewählt. Auf der Rückseite des Denkmals befindet sich eine Innschrift: DEM GENIUS FRANZ SCHUBERT GEWEIHT AUF ANREGUNG DES LEIPZIGER MÄNNERCHORS I. J. 1929. Östlich vom Brahmsplatz befindet sich der Richard-Strauß-Platz, wo sich seit 2008 der Musikpavillon befindet.