Der Richard-Wagner-Hain wurde im Jahre 1942 an beiden Ufer des Elsterbeckens eingeweiht. Am Westufer, angrenzend am Palmengarten, befindet sich eine große rechteckige Wiese. Nördlich davon eine große Fläche mit verschiedenen Pflanzen und Bäumen und fünf Wasserbecken, einst der große mit Springbrunnen. Westlich und nördlich befand sich eine Pergola, wo heute nur noch die Stützen aus Steinen stehen. Einige sind gefährdet und müssen dringend saniert werden. Auch, weil sie für tragend gebaut wurden und somit nicht allein stehen sollten. Am Ostufer des Richard-Wagner-Hains befindet sich eine 225 Meter lange Mauer mit Bruchsteinen. Dazu ein Weg, welcher entlang des Elsterbeckens führt. Gegenüber des Denkmalsplatzes befindet sich eine Terrasse, welche einen Blick zum Westufer ermöglicht. Von den einstigen Blumenbeeten ist heute nichts mehr erhalten. Auch durch den Bau der Deutschen Hochschule für Körperkultur (DHfK) wurde der Richard-Wagner-Hain kleiner. Südlich der großen, rechteckigen Wiese befindet sich eine weitere Pergola, welche ebenfalls wie die andere über Stufen erreichbar ist. Auch hier stehen nur noch die steinernen Stützen. In den 1950er Jahren wurden Teile des Hains entfernt, 1992 konnten beschädigte Stücke saniert werden. Geplant ist es seitens des Amtes für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig, wieder eine Pergola im Richard-Wagner-Hain zu errichten. Es Rekonstruktion soll es jedoch nicht geben.

       

       

       

Südlich der Zeppelinbrücke am Ostufer des Richard-Wagner-Hains sollte ein Richard-Wagner-Denkmal stehen. Der Entwurf stammt von Emil Hipp. Er sah vor, auf einer Wand, welche 10 Meter lang und 03 Meter hoch ist, ein Kunstwerk für Richard Wagner zuschaffen. Im Jahre 1934 legten Leipzigs Oberbürgermeister Carl Goerdeler und Reichskanzler Adolf Hitler den Grundstein für ein Richard-Wagner-Nationaldenkmal. Das Denkmal wurde von den Nationalsozialisten unterstützt, da Richard Wagner mit seinem Judenhass entgegen kam. Bis 1945 blieb das Denkmal erhalten und wurde danach stückweise verkauft. Geplant ist es, Teile des Nationaldenkmals zu seinem 200. Geburtstag am geplanten Standort, dem Denkmalsplatz südlich der Zeppelinbrücke, aufzustellen.