Die Parthe entspringt im Glastener Forst zwischen Golditz und Bad Lausick und fließt nach Leipzig, vorbei an Feldern und Wiesen, dem Mariannenpark und Hauptbahnhof und mündet im Zoologischen Garten in den Pleißemühlgraben. Da der Abschnitt des Pleißemühlgrabens zwischen Zoo und dessen Mündung am Klärwerk Rosental in Parthe umbenannt wurde, fließt sie also noch weiter ins Rosental und mündet dann in die Weiße Elster.

 

             

Flusslauf

 

 

 

Bau-Doku

 

Die Parthe floss im natürlichen Verlauf am Südrand ihrer fast 400 Meter breiten sumpfigen Niederung (zwischen Uferstraße und Brühl). Nach 1100 erfolgte der Bau der ersten Befestigungsanlagen und die Trockenlegung der Partheniederung. Zur Durchquerung wurde im Zuge der Reichsstraße (via imperii) ein Damm aufgeschüttet und der Fluss entlang dieses Dammes nach Norden in den Höhenrücken umgeleitet, der festen Baugrund für eine Brücke ergab. Von hier aus floss die Parthe wieder in die Auensenke und im alten Bett wieder nach Westen, so dass der heutige Elstermühlgraben am Rosental, der als Unterlauf der Angermühle genutzt wurde, als Teil des ursprünglichen Parthelaufs gelten kann. Beim Ausgangspunkt der ersten deutschen Ferneisenbahn zwischen Leipzig und Dresden boten nur noch die Auen und Parthe sowie die östliche Rietzschke den nötigen Freiraum und gleichzeitig Anbindung in die Altstadt. Ende 1934 erfolgte vom Schönefelder Bad bis zur neuen Stadtgrenze der Theklaer Flur eine weitere so genannte Partheregulierung. Eine Begradigung die, die Parthe hier von 6,3 auf 4,6 Kilometer Flusslänge schrumpfen ließ. Wenige Jahre später sanken die meisten Gebäude entlang der Ufer- und Parthenstraße in Trümmer und Asche.

Mit dem ersten Hochhaus, einem japanischen Import, veränderte sich in den 1970er Jahren der städtebauliche Wandel. Auch spielte das Wasser eine Rolle, allerdings nur in einem Gartenversatzstück am Fuße des 700-Betten-Hotels, ein fernöstliches Idyll. Die Parthe wenige Meter weiter, blieb in seiner isolierten Tieflage, stinkend und mit der Einleitung ungeklärter Abwässer als ekeliges Treibgut, was es heute aber längst nicht mehr ist.