Der Pleißemühlgraben entspringt im südlichen Auenwald am Connewitzer Wehr und fließt entlang von Kleingärten zum Schleußiger Weg.

   

Zuvor mündet er jedoch schon in eine Wehranlage und von dort beginnt dann der verrohrte Abschnitt des Mühlgrabens.

   

Weiter geht es über die Kreuzung Kurt-Eisner-Straße/Schleußiger Weg und entlang der Wundtstraße, vorbei an der Rennbahn Scheibenholz und den Villen der Südvorstadt.

   

An der Schlegelstraße erinnert ein gründerzeitliches Haus noch an alte Wasserzeiten. Durch die Sanierung wurde der tiefe Graben belassen, vielleicht eröffnet hier wieder ein Restaurant und die Paddler können hier ihr Boot anlegen.

   

Zwischen Mahlmannstraße und August-Bebel-Straße wurde im Dezember 1995 der erste Abschnitt zur Freilegung für den Pleißemühlgraben eingeweiht. Verschiedene gestaltende Brücken schweben über dem Wasser. Am Regierungspräsidium Leipzig ragen bunte Stäbe aus dem Wasser in den Himmel.

   

Noch am Präsidium endet der erste Abschnitt, weiter verrohrt geht es zum Wasserspielplatz. Dort wurde im letzten Jahr ein weiteres Stück Pleißemühlgraben fertig gestellt. Erstmals wurde nicht nach den historischen Verlauf gebaut. Unter anderem befindet sich ein kleiner Wasserspielplatz mit Piratenschiff für Anwohner und deren Kinder.

   

Dann geht es wieder durch einen verrohrten Abschnitt in der Simson- und Lampelstraße im Musikviertel. Niels Gormsen sagte eins: "Dies wird einmal die schönste Straße Leipzigs werden". Auf beiden Seiten schöne sanierte Gründerzeithäuser und große Bäume und in der Mitte fließt die Pleiße. Noch parken Anwohner hier ihre Autos und es wächst Unkraut.

   

Angekommen am Mendelssohnufer, gegenüber dem Bundesverwaltungsgericht und einem Gebäude der Universität Leipzig. Der 75 Meter lange Fluss wurde im Juni 2007 eingeweiht. Der Blickfang sind die vier langen mit Gras bewachsenen Stufen mit hölzernen Kästen. Diese symbolisieren die ersten Takte des Violinkonzertes e-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy.

   

Unter der neu gebauten Beethovenbrücke kann man nun bis zum Neuen Rathaus paddeln. Das Stück vor dem Bundesverwaltungsgericht wurde 2001 der Öffentlichkeit übergeben. Acht große Leuchtstäbe leuchten Nachts im Leipzig-Blau an der Harkortstraße. Auch wurde die Fritz-von-Harck-Anlage neu gestaltet. Vor der Kreuzung am Neuen Rathaus endet das Wasserlauf, auch wurde hier eine Treppe zum Wasser mit langem Bootssteg angelegt sowie ein rotes Wasserrad.

   

Das Wasserrad versperrt die weitere Bootsfahrt auf dem Pleißemühlgraben. Hier fließt er verrohrt mit einem Schwenk nach rechts und wieder nach links unter den Fahrbahnen und den Straßenbahnschienen. Mitten auf der Kreuzung stand vor vielen Jahrzehnten noch die Nonnenmühle.

   

An der Manetstraße beginnt ein weiterer freigelegter Flussabschnitt. Dieser wurde verschieden gestaltet, mit steinernen und betonierten Ufermauern. Verschiedene Brücken schweben über dem Wasser, fragt sich bloß ob einer mit dem Boot jemals dort lang paddeln kann. An der Dorotheenbrücke wurden kleine schwimmende Beete aufs Wasser gelassen.

   

Der Mühlgraben schlängelt sich durch die ehemaligen Haushöfe, ein hölzerner Steg begleitet ein kleines Stück den Pleißemühlgraben. Passend gegenüber der Thomaskirche befindet sich das Thomasufer. Im Moment hausen in dem dortigen Gebäude die Studenten der Universität, passend an warmen Tagen können sie ihre Füße im Wasser erfrischen. Bis zur Kriegszerstörung 1943 stand hier die Thomasmühle.

   

Entlang am Dittrichring wird wohl nie wieder der Pleißemühlgraben ans Licht geholt werden. Den dafür ist der heutige Geweg einfach zu schmal. Wieder verläuft er in einer Wölbleitung am westlichen Innenstadtring entlang.

   

Weiter geht es über die Käthe-Kollwitz-Straße, mit einem Blick auf eine Brücke wo Gras drunter wächst. Sie erinnert an den Pleißemühlgraben, auch sind hier eine der vielen gelben Schilder von Förderverein Neue Ufer aufgestellt, die Bilder zum geschichtlichen Zeitpunkt zeigen. Der Mühlgraben fließt weiter hinter der Hauptfeuerwache zum Wasserkreuz. Zurzeit (Juli 2013) wird geprüft, ob der Mühlgraben seinen historischen Flusslauf hinter der Hauptfeuerwache und IHK zurückbekommt oder am Goerdelerring verlegt wird.

   

Angekommen am Ranstädter Steinweg, der neuen Angermühlbrücke, sie symbolisiert die abgerissene Angermühle am Elstermühlgraben. Leider wird es hier keinen Zusammenschluss zwischen Elster und Pleiße geben, allein wegen den Höhenunterschieden. Neben der Angermühlbrücke geht es entlang der Rosentalgasse und dem Wasserkreuz zum Naturkundemuseum.

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Danach geht es durch die Haushöfe in der Rosentalgasse zur Humboldtstraße. An einigen Hauswänden kann noch die alten Ufermauern der trockengelegten Pleiße erkennen. Denn sie wurde nur bis zur Angermühlbrücke verrohrt, danach bis zum Zoo wurde sie leider zugeschüttet.

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Über die Humboldtstraße zum Rosentaltor und der Emil-Fuchs-Straße.

   

Danach macht er einen großen Bogen nach rechts und wieder einen Bogen nach links ins Rosental und fließt in den Zoologischen Garten. Dort mündet die Parthe in den Pleißemühlgraben.

>> Rosental und Parthe-Mündung <<

Weiter geht es durch den Zoologischen Garten, zur Lippenbären-Schlucht, der Vogelvolieren und dem Entdeckhaus Arche.

   

Unter dem Vogelhaus zum Elefantentempel "Ganesha Mandir", ein asiatischer Traum.

   

Vorbei an der "Tiger Taiga" ins Rosental zu einer schönen, weißen, verzierten Brücke, die leider versperrt ist. Wäre dies nicht so, könnte man einfach in den Zoo reinspazieren.

   

Wie man es von den beiden Mühlgräben gewohnt ist, fasst auch der Pleißemühlgraben nur wenig Wasser. Auch ein typisches Bild für die Pleiße, kommend aus dem südlichen Auenwald, geht es mit dem Pleißemühlgraben durch den nördlichen Auenwald. Eine Dschungelfahrt von der man nicht mehr Träumen braucht. Vom Wilhelmssteg zur Turmgutstraße.

   

Weiter geht es entlang des Rosentals und des Stadtteils Gohlis zur Schlösschenbrücke. Ein schmaler Weg an der Brücke führt runter zur Pleiße, ein Weg wo gerne die Frauchen und Herrchen mit ihren Hunden spazieren gehen und wo ihre Liebsten sogar eine Runde schwimmen gehen.

   

Alle drei Brücken zwischen Zoo und Waldstraße sind gerade geschnitten, leider keine hölzernen, idyllischen Bogenbrücken. Hier sieht es aus, als wäre dieser Ort schon vor vielen Jahren verlassen. Die steht tief, das Wasser glänzt und nur noch die Vögel zwitschern, ein Ort der Ruhe. Hier zweigte auch einst der Gohliser Mühlgraben an, der zur Gohliser Mühle an der Platnerstraße führte.

   

Nach einem gemütlichen Wasserweg kommt man kurzer Hand an einer Hauptstraße, die Waldstraße, die Gohlis und das Stadtzentrum verbindet. Eine schöne historische Brücke mit Geländern und Statuen. Auch hier ist der Wasserstand sehr niedrig.

   

Weiter geht es zum Schillersteg, auf beiden Seiten grün soweit das Auge reicht, herunter hängende Bäume und Äste. Große und kleine Steine im Wasser und wenn man Glück hat, sieht man sogar einige Fische.

   

Nach einigen Metern kommt man einer besonderen Brücke an. Eine, die nur über dem Sommer offen steht, bis zum Einbruch der Dunkelheit. Willkommen im Kleingartenverein "Am Rosental" e.V.. Und an dieser Stelle mündete der Gohliser Mühlgraben wieder in den Pleißemühlgraben, der von der Gohliser Mühle kam.

   

Der Pleißemühlgraben schlängelt sich nun weiter durch den nördlichen Auenwald. Angekommen an einer roten Brücke, die das Rosental und eine Kleingartenanlage verbinden. Unter der Brücke befindet sich Müll und sogar ein Einkaufswagen im Wasser.

   

Geht man den Weg in Richtung Rosentalhügel, steigt man immer weiter auf, bis man die Pleiße gar nicht mehr sieht. Nach hunderten von Metern mündet der Pleißemühlgraben in die Weiße Elster.