Der Zwenkauer See befindet sich auf Seiten der Städte Leipzig und Zwenkau sowie den Gemarkungen Bösdorf und Eythra, die zwischen 1980 bis 1987 umgesiedelt wurden. Große Teile des Auenwaldes wurden zerstört. In den Jahren 1929 bis 1999 wurde in einer Größe von 9,7 km² und 48,5 Metern Tiefe rund 172 Millionen Tonnen Braunkohle abgebaut. 1999 erfolgte die Einstellung des Tagebaus und bis Ende 2009 wurde eine Böschung angelegt, damit das Restloch geflutet werden kann, die im Januar 2007 begann. Das Wasser kommt über eine 63 Kilometer lange Leitung von den aktiven Tagebauen Profen und Vereinigtes Schleenhain. Jetzt stieg der Pegel täglich um zwei Zentimeter an, umso größer die Fläche wurde, war der Anstieg unter einem Zentimeter geraten. Zum Hochwasser im Juni 2013, nachdem das Abschlag- und Überleitungsbauwerk Zitschen in Betrieb genommen wurde, wurden die Wassermassen von der Weißen Elster in den Zwenkauer See umgeleitet und dieser stieg innerhalb von drei Tagen auf 2,55 Meter an. Auch künftig dient dieses Bauwerk zur Entlastung der Weißen Elster bei Hochwasser. Bis Ende des Jahres 2014 soll er seinen endgültigen Wasserstand erreicht haben. Mit 970 Hektar Fläche ist er der größte See im Leipziger Neuseenland, der am 09. Mai 2015 feierlich eingeweiht wurde.

Nordstrand - Der Nordstrand, der zur Stadt Leipzig gehört, soll ein Feriendorf mit maximal 400 Wohnungen, davon 30 als schwimmende, und ein Hotel mit 150 Betten sowie Sportanlagen und Campingplätze (400 Zeltplätze und 40 Ferienhütten) bekommen. Dazu kommt ein Segelhafen mit Stützpunkt. Eine Seebrücke soll ins Wasser reichen, wie im Nordstrand des Cospudener Sees, und als Anlegesteg für Fahrgastschiffe dienen.

Zwenkauer Hafen - Am KAP ZWENKAU entstand ein großer Hafen. Sowohl für den Personenbetrieb, als auch ein Technischer Hafen. Nun können auch Fahrgastschiffe, wie die MS Santa Barbara, direkt im Hafen andocken und eine Verbindung zum Cospudener See und zur Stadt Leipzig (ab 2017) herstellen. Umliegend stehen schon die ersten Häuser, für Bootsservice, Gastronomie, Kultur und Wohnen. Zum Hafenfest Zwenkau 2015.

       

       

       

       

MS Santa Barbara - Seit dem 12. Juli 2008 ist das Fahrgastschiff "MS Santa Barbara" auf dem Zwenkauer See unterwegs.

 

Umfeld - Um den Hafen wird ein neues Stadtviertel errichtet, dass Straßennamen wie Hafenstraße, Seepromenade und Seglerbogen trägt. Die einzelnen Gebiete heißen: Seeblick, Terrassen, Höfe, Hafen, Stadtvillen, Kaskaden, Harthblick, Hang- und Dünenquartier. Direkt an den Anlegestegen entstehen neben Wohnhäusern auch Einrichtungen, die zum Hafenbetrieb dazu gehören. Ein Vielzahl von Gebäuden wird bereits errichtet.

       

       

Pavillon - Oberhalb des Zwenkauer Hafens befindet sich seit April 2006 ein Pavillon, der über die Entwicklung des Zwenkauer Sees und besonders zur Bergbaugeschichte informiert. Der Bau ist an die Abraumförderbrücke AFB 18 angelehnt.

       

   

Harth-Kanal - Der Zwenkauer See wird seit März 2015 mit dem Cospudener See durch einen Kanal verbunden. Eine Schleuse für den Höhenunterschied und eine Fußgängerbrücke, um die Verbindung zwischen Bistumshöhe und dem Zöbigker Hafen aufrechtzuerhalten, müssen noch gebaut werden. Fertigstellung soll im Jahr 2020/2021 sein.

zurück zum Leipziger Neuseenland