Die Stadt Leipzig hat 57 Brücken mehr als Venedig. Bezogen auf Eisenbahn-, Straßen- und Fußgängerbrücken. Allein 14 Brücken überspannen den Karl-Heine-Kanal. Rund 13 Brücken über die Weiße Elster führen zum Stadtteil Schleußig, der umgeben vom Wasser ist. Historische und moderne Brücken überspannen Leipzigs Gewässer. Benannt sind sie nach Sehenswürdigkeiten in der Umgebung und Menschen, die in der Nähe des Flusses gewohnt und gelebt haben.

KÖNNERITZBRÜCKE - Sie entstand im Jahre 1869 über der Weißen Elster. Sie verbindet die Stadtteile Schleußig und Plagwitz miteinander. Sie ist ein Fachwerkbau. 2004 wurde die Brücke Instand gesetzt und restauriert.

     

BRÜCKE DER VIER JAHRESZEITEN - Sie wird auch als Klingerhainbrücke genannt, sie verbindet die Stadtteile Schleußig mit dem Klingerhain und Lindenau mit dem Palmengarten. Der Weg über die Weiße Elster wurde gepflastert, graues Geländer mit vier Statuen auf der Brücke. Zusehen sind vier Kinder, die symbolisieren die vier Jahreszeiten, damit wird gesagt, das man im Frühling, Sommer, Herbst und Winter Leipzigs Parkanlagen und Wälder besuchen kann.

   

PALMENGARTENWEHR - Es wurde in den Jahren 1913 bis 1917 vom Architekt Wünschmann auf den Ratswiesen der Stadt Leipzig gebaut. Sie ist Wehr und hat aus west-, süd- und östlicher Richtung die Weiße Elster zu überwältigen. Hinter ihr befindet sich das verschlammte Elsterbecken. Es verbindet die Stadtteile Lindenau mit dem Palmengarten und der Westvorstadt.

   

HEILIGEN BRÜCKE - Weit vor der Lutherzeit brachte eine Kaufmannsfrau Zwillinge zur Welt, sie ist an den folgen gestorben. Ihr Mann hatte ihr am Sterbebett versprochen, das eine der Töchter Nonne wird und einen reichen Kaufmann heiraten wird. Als eine der Töchter es erfuhr, ist sie geflüchtet und hat sich versteckt. Eine andere Nonne saß abends immer am Ufer, bis ein Ruderer kam, ist sie aufs Boot gesprungen und sie hat sich dort versteckt. Wenig später wurde das Mädel gefunden, sie wurde gefesselt und die Brücke herabgestoßen. Die Nonne hatte davon erfuhren, ist zur Brücke gelaufen und war tieftraurig und hat wehledig aufs Wasser geschaut und ist alsbald an Herzeleid gestorben. Als der Probst hörte, welcher Irrtum ihm unterlaufen sei, hat der beide heilig gesprochen. Seit dem trägt die Brücke diesen Namen, die die Alte Elster (Elstermühlgraben) überspannt.

   

ANGERMÜHLBRÜCKE - Benannt nach der einzigen Mühle am Elstermühlgraben, die einst dort stand. Sie wurde im Jahre 1165 zur Stadtgründung erstmals erwähnt. Sie diente bis 1879 als Wassermühle. Die Mühle gehörte anfangs noch dem Augustinerkloster St. Thomas, bis es 1296 in Privatbesitz ging. Bis es die Stadt Leipzig im Jahre 1499 von der Familie Thümmel für 1200 Gulden kaufte. Die Mühle wurde als Getreidemühle angelegt, später wurde sich auch als Öl-, Gewürz- und Tabakmühle betrieben. Nach dem Abriss der Jacobskirche, wie man sie auch nannte, um 1544 wurde die Mühle in Angermühle umbenannt. Zwischen 1797 und 1822 wurde die Wassermühle renoviert, bis sie 1897 abgebrochen wurde.

ELISABETHBRÜCKE - Auch sie wurde nach einer Straße benannt, heute ist es zwar die Erich-Zeigner-Allee, war es damals jedoch die Elisabethstraße. Sie schwebt über den Karl-Heine-Kanal und ist umgeben von Bäumen.

RIVERBOAT - Sie wurde im Jahr 2004 auf einer alten Eisenbahnbrücke über den Karl-Heine-Kanal gebaut. Darauf befindet sich das neue Sendestudio des MDR Fernsehens, in Form eines Bootes. Vorher war die MDR-Talkshow in Dresden, bis sie ein neues Areal suchten und auf Leipzig stoßten. Auch war es geplant, selbst ein Schiff zubauen und es dann auf dem Kanal zusetzen.

KARL-HEINE-BOGEN - Gebaut wurde sie zur Expo2000, da auch sie einen Beitrag zur Stadtentwicklung beitrug. Sie ist eine Stahlbogenbrücke und verbindet den Rad- und Fußweg mit dem Stadtteilpark Plagwitz. Im Hintergrund befindet sich das Stelzenhaus. Unter der Brücke liegt ein Anlegesteg für Wasserrundfahrten mit der Schute Luise und der MS Weltfrieden.

Sieben BRÜCKEN - Die Nonnenbrücke, König-Johann-Brücke, Weißenfelser Brücke, König-Albert-Brücke, Gießer- und Engertbrücke und Saalfelder Brücke überspannen den Karl-Heine-Kanal.

NAMENLOS - Sie befindet sich über den Pleißemühlgraben an der Paul-Gruner-Straße.

   

BEETHOVENBRÜCKE - Sie wurde im Herbst 2006 über den wieder freigelegten Pleißemühlgraben gebaut. In der Umgebung befinden sich traumhafte Gründerzeithäuser, wie die Universitätsbibliothek und das Bundesverwaltungsgericht.

 

NAMENLOS - Sie befinden sich über dem Pleißemühlgraben an der Harkortstraße.

   

BEIPERTBRÜCKE - Sie befindet sich am Schleußiger Weg im südlichen Auenwald. Sie verband damals die Stadtteile Connewitz und Schleußig miteinander. Eine neue Brücke wurde direkt daneben gesetzt, sie ist ziemlich alt und nicht mehr betretbar.

     

HANS-DRIESCH-BRÜCKE - Sie befindet sich an der Leutzscher Allee am nördlichen Auenwald und dem Zentralstadion.