Nur wenige Leipziger wissen, das mit der "Alten Elster" die Weiße Elster gemeint ist. Bis 1926 wurde die Alte Elster in der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Leutzscher Holz und in Nähe des Schreberbades trockengelegt. Dazu gehörte auch die Hohe Brücke, welche sich auf der Frankfurter Straße, heute Jahnallee, befand. Die Alte Elster zweigt östlich vom Palmengartenwehr ab und fließt entlang des Bachstraßenviertels. Erneut zweigt sie östlich von der Brücke an der Marschnerstraße ab und führte damals entlang den Schrebergärten zur Friedrich-Ebert-Straße. Weiter geradeaus entspringt der Elstermühlgraben. Seit vielen Jahren ist das Elsterbecken stark verschlammt und soll in den nächsten Jahren als stilles Gewässer ausgebaut werden. Die Entschlammung würde der Stadt Leipzig rund 70 Millionen Euro kosten. Bereits in den Jahren 1983 bis 1985 wurden etwa 245.000 Kubikmeter Schlamm beseitigt, seit dem haben sich wieder über 154.000 Kubikmeter Schlamm angesammelt. Jedes Jahr kommen 26.000 Kubikmeter Schwebestoffe hinzu, die für einen Großteil der Ablagerungen sorgen. Um das Elsterbecken nun zu entschlammen müsste die Stadt Leipzig und der Freistaat Sachsen jährlich 5 Millionen Euro aufbringen. Zu Olympiazeiten war außerdem eine Regattastrecke und ein Schwimmbad geplant. Nun soll es zum stillen Gewässer werden und nur noch bei Hochwasser geflutet werden. Die Alte Elster könnte den größten Teil des Elsterbeckens aufnehmen. Eine Realisierung ist bis 2027 geplant.

Seit Anfang der 1990er Jahre wird der Elster- und Pleißemühlgraben geöffnet, welche zum Hochwasserschutz beitragen.

Um das finanzielle Problem von Stadt und Freistaat zulösen, ist es geplant, nach 2015 die Alte Elster an der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Schreberbad (künftiger Stadthafen) und Leutzscher Allee wieder zubeleben. Denn sie wurde nicht wie der Elster- und Pleißemühlgraben verrohrt, sondern trockengelegt und müsste daher neugebaut werden. Der 1,8 Kilometer lange Verlauf war einst 25 Meter breit und soll auf 18 Metern reduziert werden. Doch diese Breitenzahl ist auch nicht mehr aktuell. Im Falle eines Hochwassers könnte das Elsterbecken überschwemmen und Teile der westlichen Stadt treffen. Aus diesem Grund wurde bereits damals die Kleine Luppe angelegt, um das Wasser umzuleiten.

Bei Böschungsarbeiten am Karl-Heine-Kanal im Herbst 2008 wurde der Wasserstand bei allen umliegenden Gewässern auf einen Meter abgesenkt. So konnte man auch den Boden des Flussbetts der Alten Elster und des Elstermühlgrabens sehen. Auch dieser ist verschlammt und wurde 2009 entschlammt.